Schnelle Antworten
Welche KI- und Digitalpakete zeigte die Deutsche Telekom auf der EuroCIS 2024?
Wie automatisiert Instore Task Management Aufgaben in der Filiale?
Wie unterstützt Law Monitoring die Compliance bei Gesetzesänderungen?
Welche Funktionen hat der Telekom Nachhaltigkeitsmanager für ESG-Reporting?
Warum ist Glasfaser die Basis für KI, Self-Checkout und Echtzeit-Dashboards im Store?
Wie sollten Handels-IT und Management KI-Projekte im Laden schrittweise einführen?
KI bei Telekom: Was zeigte die EuroCIS 2024 für den smarten Handel?
Die Deutsche Telekom rückte auf der EuroCIS 2024 in Düsseldorf (27.–29. Februar) die Rolle der KI bei Telekom und durchgängige Digitalpakete für den Handel in den Fokus. Gemeinsam mit ServiceNow und Cisco präsentierte das Unternehmen Komplettlösungen, die Filialprozesse automatisieren, Compliance absichern und Nachhaltigkeit messbar machen – von der Hardware bis zur Cloud-Software, vernetzt über leistungsfähige Konnektivität.
Laut EHI-Studie zu Technologietrends im Handel 2023 genießen digitale Prozesse hohe Priorität. Genau hier setzt die Telekom an: T-Systems zeigte das neue „Instore Task Management“, dazu kamen die KI-gestützte Lösung „Law Monitoring“ sowie der „Telekom Nachhaltigkeitsmanager“ (alle als SaaS). Offizielle Details bündelt die Telekom-Medieninformation zur EuroCIS (Stand Q1/2024).
Wie automatisiert das Instore Task Management Filialprozesse?
Die Kurzantwort: Das Instore Task Management standardisiert Filialaufgaben auf einer zentralen Plattform – Aufgaben kommen digital an, werden vor Ort mobil erledigt und revisionssicher dokumentiert.
In der Praxis adressiert die Lösung typische Engpässe: Werbeflächen anpassen, Aktionsaufbauten, Reinigungen oder Reparaturen. Was zuvor per E-Mail, Excel oder Telefon lief, landet nun als strukturierter Auftrag im System. Filialteams erhalten klare Checklisten, können Fotobelege hochladen und Erledigungen direkt quittieren. Das reduziert Rückfragen, spart Zeit und erhöht die Prozessqualität – besonders bei Lieferantenvereinbarungen mit klaren Vorgaben zu Platzierung und Timing.
Technisch handelt es sich um ein aufeinander abgestimmtes Paket aus Hardware, Software und Konnektivität. Die Anbindung mobiler Endgeräte (Scanner, Smartphones, Tablets) erlaubt es, Aufgaben am Regal zu schließen. Aus Redaktionssicht ist das relevant, weil es Medienbrüche eliminiert: weniger Friktion zwischen Zentrale und Fläche, schnellere Roll-outs, weniger Fehler in der Flächenumsetzung. Für Handelsketten mit vielen Standorten entsteht ein messbarer Effizienzhebel.
Wie senkt KI bei Telekom die Fehlerquote bei Gesetzesprüfungen?
„Law Monitoring“ von T-Systems überwacht per KI weltweit relevante Gesetzesänderungen und spielt Handlungsempfehlungen in verständlicher Form aus – das reduziert manuelle Prüfaufwände und die Fehlerquote in der Compliance.
Gerade im Handel ändern sich Regularien häufig: Deklarationspflichten, Einfuhr- und Verkaufsverbote, Umweltauflagen oder Steuersätze. Viele Unternehmen verfolgen diese Änderungen noch händisch – mit entsprechendem Risiko. Die KI bei Telekom analysiert fortlaufend Quellen, ordnet Funde thematisch, priorisiert nach Relevanz und unterstützt bei der Bewertung der Geschäftsauswirkungen. Das Ergebnis: schnellere Reaktion, geringeres Haftungsrisiko, bessere Entscheidungsgrundlage für Category Management, Einkauf und Rechtsabteilung.
Die Bereitstellung erfolgt als SaaS: Mitarbeitende greifen standortunabhängig via Browser zu. In der Redaktion haben sich SaaS-Modelle im Handel bewährt, weil sie ohne lokale IT-Projekte skalieren, Updates zentral einspielen und Security-Standards leichter durchsetzen. Wichtig: Auch mit KI bleibt die finale rechtliche Bewertung Aufgabe der Unternehmen – die Lösung versteht sich als Frühwarn- und Entscheidungsassistenz.
Welchen Beitrag leistet der Telekom Nachhaltigkeitsmanager?
Der Telekom Nachhaltigkeitsmanager bündelt ESG-Daten, bildet CO2-Bilanzen ab und erleichtert gesetzeskonformes Reporting für den europäischen Markt – modular, cloudbasiert und ohne eigene Server.
Nachhaltigkeit ist zum Vergabekriterium geworden: Kundinnen und Kunden achten darauf, Banken honorieren glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategien, und in Ausschreibungen entscheidet oft die Qualität der ESG-Nachweise. Der Baukasten deckt Datenerfassung, Dokumentation, Klimamanagement und Lieferketten-Management ab. Unternehmen starten mit einem Basismodul und erweitern bei Bedarf bis zum Komplettpaket. Für Handelsorganisationen mit vielen Partnern in der Supply Chain ist die zentrale Datenhaltung ein Vorteil: einheitliche KPIs, weniger Excel-Wildwuchs, schnellere Berichte.
Aus Redaktionssicht lohnt eine klare Governance: Wer liefert welche Daten, in welcher Qualität, bis wann? In Projekten scheitert ESG häufig an Silos – hier hilft es, Workflows und Verantwortlichkeiten früh im Tool abzubilden. Die KI bei Telekom kann zudem in Zukunft unterstützen, etwa beim automatischen Erkennen fehlender Nachweise oder der Anomalie-Erkennung in Emissionsdaten.
Arbeiten im Laden der Zukunft: Geräte, Netze, Apps
Die Telekom adressiert die Mitarbeiterseite mit Mobilgeräten (inklusive 5G-Optionen), sicherer Infrastruktur, App-Entwicklung und Integration von Office 365. Ergänzend gibt es Leasingmodelle sowie eine Mitarbeiter-App, die typische Prozesse digitalisiert – von Schichtplänen bis Schulungen. Für Handels-IT-Teams ist interessant, dass Telekom und Partner die Kette Ende-zu-Ende betrachten: Device-Management, Netzwerk, Identitäten und Security aus einer Hand reduzieren Schnittstellenrisiken.
Für die Fläche bedeutet das: weniger Papier, mehr Transparenz. Ein Beispiel aus der Praxis: Schulungen für Aktionsaufbauten lassen sich als Micro-Learnings in der App verteilen, belegt durch kurze Wissenschecks. In Kombination mit Instore Task Management entsteht ein geschlossener Kreislauf aus Briefing, Ausführung und Qualifizierung – nachvollziehbar pro Filiale und Mitarbeitendem.
Warum ist Glasfaser die Basis für KI im Handel?
Glasfaser liefert die Bandbreite und Latenz, die KI-Analysen, Self-Checkout und Echtzeit-Dashboards in Filialnetzen erst zuverlässig ermöglichen.
Ob Kamerabasierte Warenverfügbarkeit, Heatmaps für Laufwege, digitale Preisschilder oder KI-gestützte Prognosen: Ohne stabile, breitbandige Anbindung stoßen Systeme an Grenzen. Die Telekom informierte auf der EuroCIS auch über Glasfaserausbau und seine Rolle für die digitale Transformation im Store. Aus Redaktionssicht ist der Netzplan der häufig übersehene Engpass – bevor Sie KI-Projekte auf die Fläche bringen, prüfen Sie Standortanbindung, WLAN-Design und Edge-Kapazitäten. Wer mag, konnte am Stand sogar Glasfaserkabel spleißen und das physische Fundament der Cloud kennenlernen. Eindrücke und Gespräche rund um Retail-Tech bündelt das Live-Reporting der EuroCIS 2024.
Ergänzend verknüpft die KI bei Telekom Cloud und Edge: Sensordaten lassen sich lokal vorverarbeiten und nur relevante Ereignisse in die Cloud schicken – das reduziert Kosten und schützt die Privatsphäre, etwa bei Video-Analytics mit strengen DSGVO-Vorgaben.
Welche Einschnitte und Chancen sehen Handels-IT und Management?
Kurz gesagt: Der Nutzen entsteht, wenn Prozesse Ende-zu-Ende digital werden – Tools allein reichen nicht, es braucht klare Verantwortlichkeiten und saubere Datenflüsse.
Aufwände betreffen vor allem Change-Management, Datenqualität und Security. Die Lösungen der Telekom sind darauf ausgelegt, bestehende Systeme einzubinden, statt sie zu ersetzen. Für die Einführung hat sich ein gestuftes Vorgehen bewährt:
- Mit einem Piloten in 3–5 Filialen starten, KPIs definieren (z. B. Umsetzungszeit, Fehlerquote, Compliance-Treffer).
- Mobile Prozesse zuerst stabilisieren (WLAN/WAN, Geräteverwaltung, Identitäten), dann KI-Use-Cases skalieren.
- ESG-Reporting früh als Pflichtprozess etablieren, Verantwortlichkeiten im Tool abbilden.
- Security-by-Design: Rollen, Rechte, Logging und Verschlüsselung standardisieren.
Aus Redaktionssicht funktionieren Projekte dort am besten, wo Fachbereiche (Vertrieb, Einkauf, Visual Merchandising), IT und Recht gemeinsam entscheiden. Die Telekom positioniert sich hier als Generalunternehmer mit Partnern wie ServiceNow und Cisco – das reduziert Komplexität, gerade in heterogenen Filiallandschaften.
Fazit
EuroCIS 2024 zeigte: Die KI bei Telekom ist kein Selbstzweck, sondern Teil kompletter Lösungen für den Handel. Instore Task Management digitalisiert Filialaufgaben messbar, Law Monitoring reduziert Compliance-Risiken, der Nachhaltigkeitsmanager strukturiert ESG-Daten. Zusammen mit Mobilgeräten, Security und Glasfaser entsteht ein tragfähiges Fundament für Echtzeit-Analysen und neue Services. Wer Schritt für Schritt vorgeht, Prozesse standardisiert und saubere Datenflüsse sicherstellt, hebt den Nutzen schnell auf Filial- und Unternehmensebene.
Die EuroCIS 2024 steht im Zeichen innovativer digitaler Lösungen und KI-Technologien, die den Einzelhandel revolutionieren. Besonders interessant sind die Entwicklungen im Bereich des Smart Retail, wo Technologien wie das Neues MagentaTV eine zentrale Rolle spielen. Dieses System bietet nicht nur Unterhaltung, sondern auch personalisierte Shopping-Erlebnisse, die das Einkaufen für Kunden angenehmer und effizienter gestalten.
Darüber hinaus zeigt die Deutsche Telekom, wie Künstliche Intelligenz im Einzelhandel eingesetzt werden kann, um das Kundenerlebnis zu verbessern und den Umsatz zu steigern. Ein weiteres Highlight ist die Integration von Smart-Home-Technologien in den Einzelhandel. Produkte wie der Wischroboter RCF 3 von Kärcher demonstrieren, wie Automatisierung den Alltag erleichtern kann, was auch auf Ladenflächen anwendbar ist.
Die Verbindung zwischen effizienter Technologie und nachhaltigem Wirtschaften wird ebenfalls thematisiert. Innovative Lösungen, wie die klimafreundliche Heizungen, zeigen, dass Technologie nicht nur die Effizienz, sondern auch die Umweltverträglichkeit von Geschäftsräumen verbessern kann. Diese Technologien tragen dazu bei, den Energieverbrauch zu senken und die Betriebskosten zu minimieren, was sie zu einer wertvollen Investition für moderne Einzelhändler macht.
