TransnetBW und Octopus Energy starten innovatives intelligentes Lademanagement Elektroautos Pilotprojekt
Die Übertragungsnetzbetreiberin TransnetBW und der Energieversorger Octopus Energy haben das Pilotprojekt OctoFlexBW gestartet, um durch intelligentes Lademanagement Elektroautos Pilotprojekt die Netzstabilität in Baden-Württemberg zu erhöhen und einen marktbasierten Redispatch zu erproben (Stand 2025). Der Ansatz: Kleinstflexibilitäten aus batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) werden gebündelt, zeitlich verschoben und gezielt abgerufen, wenn es für das Netz am meisten bringt.
Wie funktioniert OctoFlexBW konkret?
OctoFlexBW verschiebt Ladezeiten tausender E-Autos automatisiert aus Zeiten hoher Netzauslastung in netzdienliche, günstigere Stunden – ohne Komfortverlust für Sie. TransnetBW ruft im Engpassfall die von Octopus gemeldete Flexibilitätsmenge ab, Octopus steuert daraufhin die geplanten Ladevorgänge seiner Kundschaft um.
Technisch bildet Octopus Energy die angeschlossenen BEV zu einem virtuellen Kraftwerk. Die Plattform des Versorgers ermittelt für jeden Haushalt auf Basis des gewünschten Abfahrtszeitpunkts und Ziel-SOCs einen Ladeplan. Wird ein Netzengpass gemeldet, werden einzelne Ladevorgänge verschoben, solange das zugesagte Ladeziel fristgerecht erreicht bleibt. So entsteht ein marktorientierter Beitrag zur Netzführung, der laut TransnetBW als „nahezu vollständiger End-to-End-Prozess“ von der Systemführung bis zur technischen Einheit umgesetzt wird.
Ein End-to-End-Prozess
Dr. Werner Götz (TransnetBW) betont die große Zahl der teilnehmenden BEV und den durchgängigen Prozess von der Netzleitwarte bis zum Fahrzeug. Aus den Projektdaten sollen belastbare Aussagen zu Endkundenakzeptanz, Verfügbarkeiten und Produktdesign entstehen – wichtige Bausteine für die Skalierung jenseits des Piloten.
Wer kann teilnehmen und was haben Kundinnen und Kunden davon?
Teilnehmen können Octopus-Energy-Kundinnen und -Kunden mit Smart Meter Gateway in der TransnetBW-Regelzone; sie erhalten netzdienliches Laden zu planbaren Konditionen. Stand Mitte 2024 garantiert „Intelligent Octopus Go“ einen Ladepreis von maximal 20 Cent/kWh, während die Automatisierung im Hintergrund läuft.
Für Sie heißt das: Einmal Abfahrtszeit und gewünschten Ladestand definieren, den Rest regelt der Tarif. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die App-gestützte Planung mit festen Deadlines (z. B. bis 6:00 Uhr auf 90 Prozent) den Komfort erhält, während die Software Lastspitzen meidet. Aus Redaktionssicht ist das besonders für Pendler mit wiederkehrenden Fahrprofilen attraktiv.
Was bedeutet Redispatch 3.0 – und warum ist das wichtig?
Redispatch 3.0 erweitert das bisherige, regulierte Redispatch-Regime um eine marktbasierte Komponente, die auch dezentrale Kleinstflexibilitäten wie E-Autos einbindet. Ziel ist es, Netzengpässe kosteneffizienter zu managen und zusätzliche Flexibilität zu erschließen.
Hintergrund: Bei starkem Wind in Norddeutschland fehlen mitunter Transportkapazitäten in den Süden. Bisher wird Erzeugung vor dem Engpass reduziert und dahinter erhöht (klassischer Redispatch). Mit Redispatch 3.0 werden statt ausschließlich Kraftwerken ergänzend flexible Verbraucher gesteuert – hier BEV. Nach Angaben der Projektpartner kann das die gesamtwirtschaftlichen Redispatch-Kosten perspektivisch senken und neue Anreize setzen, Kleinstflexibilitäten systematisch zu vergüten.
Intelligentes Lademanagement mit „Intelligent Octopus Go“
Der Tarif „Intelligent Octopus Go“ kombiniert einen dynamisch gesteuerten Ladealgorithmus mit einem von Octopus Energy installierten Smart Meter Gateway. Sie geben vor, bis wann und wie voll Ihr Fahrzeug sein soll, Octopus optimiert den Zeitpunkt. Im Gegenzug steht ein garantierter Maximalpreis von 20 Cent/kWh (Stand Anbieterinformation Mitte 2024). Für Baden-Württemberg ist das im Rahmen des Projekts doppelt sinnvoll: Es entlastet kritische Leitungsabschnitte und nutzt Stunden mit hohem Anteil erneuerbarer Energien.
- Planbarer Komfort: definiertes Ladeziel zum Abfahrtszeitpunkt
- Kostenvorteil: gedeckelter kWh-Preis im Tarifrahmen
- Systemnutzen: Vermeidung lokaler/überregionaler Lastspitzen
- Transparenz: App-Feedback zu Ladefenstern und Einsparungen
Welche Rolle spielen DA/RE und die Software-Plattform Kraken?
Die IT-Plattform DA/RE unterstützt die Prozesse von Redispatch 2.0 – von Informationspflichten bis Maßnahmenkoordination. In OctoFlexBW nutzt Octopus Energy als Aggregator diese Daten, um Ladevorgänge netzdienlich zu steuern und Erfahrungen für die Weiterentwicklung hin zur Einbindung dezentraler Kleinstflexibilitäten zu sammeln. Details zum Projektstart und Setup finden Sie in der Pressemitteilung von TransnetBW.
Die Octopus-Plattform Kraken verknüpft Netzdaten von TransnetBW mit Kundenparametern und Großhandelspreisen. Daraus entstehen Ladefenster, die sowohl den Kundenwunsch als auch Netzbedarf und Marktpreise berücksichtigen. Laut Projektseite von TransnetBW wird damit erprobt, Niederspannungsflexibilität systematisch für Redispatch verfügbar zu machen. Mehr dazu in der Projektübersicht OctoFlexBW.
Baden-Württemberg im Fokus – was heißt das regional?
OctoFlexBW adressiert vorrangig Engpässe in der TransnetBW-Regelzone. Das ist für Baden-Württemberg relevant, weil Verbrauchsschwerpunkte mit fluktuierender Einspeisung aus dem Norden zusammengebracht werden müssen. Stand 2025 laufen Erprobungen, die sich laut Partnern auf weitere Regelzonen und zusätzliche Flexibilitätsquellen (z. B. Wärmepumpen) übertragen lassen. Der Strategiedialog Automobilwirtschaft BW hebt die Rolle virtueller Kraftwerke aus E-Autos für die Versorgungssicherheit hervor.
Ausblick und Zukunftsperspektiven
Nach dem einjährigen Testzeitraum sind Folgeprojekte denkbar: Skalierung auf andere Übertragungsnetzgebiete, Integration weiterer Verbraucher, Feinjustierung des Produktdesigns. Branchenmeldungen verweisen bereits auf eine erfolgreiche erste Phase und eine geplante Ausweitung der Flotte. Entscheidend für die Breitenwirkung bleibt eine faire Vergütung der bereitgestellten Flexibilität und eine reibungslose Einbindung in bestehende Prozesse – hier setzen DA/RE und die marktliche Komponente von Redispatch 3.0 an.
Für Smart-Living-Haushalte bedeutet das: Intelligente Tarife, smarte Zählertechnik und automatisierte Ladestrategien werden zum Standardrepertoire. Aus Redaktionssicht lohnt es sich, Wallbox, Fahrzeug-App und Stromtarif frühzeitig zusammenzudenken – das maximiert sowohl Komfort als auch Systemnutzen.
Fazit
OctoFlexBW zeigt, wie intelligentes Lademanagement Elektroautos Pilotprojekt Netzstabilität und Kundenvorteile vereint: TransnetBW ruft Flexibilität ab, Octopus Energy steuert Ladefenster – komfortbewahrend und preisgünstig. Redispatch 3.0 bindet Kleinstflexibilitäten erstmals marktlich ein und kann Kosten senken. Mit DA/RE und Kraken entsteht ein skalierbarer End-to-End-Prozess, der in Baden-Württemberg erprobt wird und sich perspektivisch ausweiten lässt. Für Sie als E-Auto-Haushalt eröffnet das planbares, günstiges Laden – und ein messbarer Beitrag zur Versorgungssicherheit.
Das innovative Pilotprojekt von TransnetBW und Octopus Energy zeigt, wie die Flexibilität von Elektroautos für das Netz nutzbar gemacht werden kann. Diese Initiative ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft und bietet zahlreiche Vorteile für die Energiewirtschaft. Durch die Integration von Elektrofahrzeugen in das Stromnetz kann die Netzstabilität verbessert und der Energieverbrauch effizienter gestaltet werden. Dies ist besonders relevant in Zeiten, in denen erneuerbare Energien eine immer größere Rolle spielen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt im Bereich der nachhaltigen Energielösungen ist die Verwendung von transparenten Solarfenstern. Diese innovativen Fenster ermöglichen es, Sonnenlicht in Strom umzuwandeln, ohne dabei die Ästhetik des Gebäudes zu beeinträchtigen. So können Gebäude nicht nur energieeffizienter, sondern auch umweltfreundlicher gestaltet werden. Transparente Solarfenster sind ein Beispiel dafür, wie Technologie und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.
Um die Integration von Elektroautos in das Smart Home zu erleichtern, ist es wichtig, dass die Systeme nahtlos miteinander kommunizieren können. Das Smart Home vernetzte Auto bietet hier eine ideale Lösung. Durch die intelligente Vernetzung können Elektroautos optimal in das bestehende Smart Home-System eingebunden werden. Dies ermöglicht nicht nur eine effizientere Nutzung der Fahrzeuge, sondern auch eine bessere Kontrolle über den Energieverbrauch im Haushalt.
Ein weiterer spannender Bereich ist die Entwicklung von M2M-SIM-Karten für die Solarwirtschaft. Diese Karten ermöglichen eine direkte Kommunikation zwischen den Solarzellen und dem Stromnetz, was zu einer effizienteren Steuerung und Überwachung der Energieproduktion führt. Die M2M-Technologie ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft der erneuerbaren Energien und trägt dazu bei, die Energieversorgung nachhaltiger zu gestalten.
