Storys & Hindergründe

Techem CO2 Reduktion Nachhaltigkeitsbericht 2023: Ergebnisse und Maßnahmen

Techem bilanziert im Nachhaltigkeitsbericht 2023 Fortschritte bei der CO2e-Reduktion. Energieeffizienz, Digitalisierung der Abrechnung und smarte Verbrauchssteuerung senkten Emissionen. Der Bericht fasst Ziele, Maßnahmen und Einsparungen.

Techem CO2 Reduktion Nachhaltigkeitsbericht 2023 – Fortschritte und Maßnahmen

Techem CO2 Reduktion und Nachhaltigkeitsbericht 2023

Der Techem CO2 Reduktion Nachhaltigkeitsbericht 2023 dokumentiert eine CO2e-Senkung um knapp 20 Prozent auf 244.134 Tonnen (Geschäftsjahr 2023) und konkretisiert den Kurs Richtung Klimaneutralität bis 2045 – inklusive Maßnahmenpaket von Fuhrparkumstellung bis Digitale Heizungskeller.

Einführung in den Techem CO2 Reduktion Nachhaltigkeitsbericht 2023

Techem legt seinen vierten Nachhaltigkeitsbericht vor (Stand April 2024) und verbindet operative Klimaziele mit Governance- und Sozialthemen. Die Berichterstattung erfolgt freiwillig nach GRI-Standard und orientiert sich an TCFD-Anforderungen. Zudem erhielt Techem für sein ESG-Risikoprofil ein Rating von 8,7 („Negligible Risk“) durch Morningstar Sustainalytics. Aus Redaktionssicht ist die Verbindung von Energieeffizienz im Bestand und klarer Datentransparenz der stärkste Hebel – gerade für Vermietende, die Schritt für Schritt modernisieren wollen.

Wie stark hat Techem 2023 CO2e-Emissionen reduziert?

Techem hat seinen CO2e-Fußabdruck 2023 gegenüber 2022 um rund 20 Prozent auf 244.134 Tonnen gesenkt. Maßgeblich wirkten Effizienzmaßnahmen, ein milder Winter sowie sparsameres Heizverhalten in den belieferten Liegenschaften.

Knapp die Hälfte der Emissionen entfiel 2023 auf Scope 1 aus dem Wärme-Contracting (49,6 Prozent; Vorjahr: 51,6 Prozent). Diese Emissionen korrelieren mit den eingesetzten Heizsystemen, dem Nutzungsverhalten der Bewohnenden und der Außentemperatur. In der Wertschöpfungskette (Scope 3) reduzierte Techem die Emissionen um 18 Prozent gegenüber 2022 – unter anderem durch einen aktualisierten „Aktionsplan Geräte“, der Klima- und Umweltauswirkungen eigener Hardware stärker adressiert. Die berichteten Zahlen sind im Detail im offiziellen Nachhaltigkeitsbericht 2023 abrufbar.

Technologische Innovationen zur Effizienzsteigerung

Der Digitale Heizungskeller – eine KI-gestützte Plattform zur energetischen Überwachung – misst Temperaturniveaus, Energiemengen und -flüsse und leitet daraus Wirkungs- und Nutzungsgrade ab. Nach Praxiserfahrungen von Techem ermöglicht die Umsetzung der daraus abgeleiteten Maßnahmen durchschnittlich rund 15 Prozent weniger Energieverbrauch. In der Praxis hat sich gezeigt: Solche „niedriginvestiven“ Eingriffe (Hydraulik, Regelung, Laufzeiten) liefern oft schnell messbare Effekte, bevor größere Sanierungsschritte anstehen.

Bis wann will Techem klimaneutral sein – und wie sieht der Fahrplan aus?

Techem strebt Klimaneutralität bis 2045 an. Der Weg dorthin umfasst Dekarbonisierung im Wärme-Contracting, 100 Prozent Grünstrom an deutschen Standorten und eine CO2e-neutrale PKW-Flotte bis Ende 2028.

Für den eigenen Betrieb setzt Techem seit 2023 gruppenweit auf einen ambitionierten Dekarbonisierungsplan. Bereits heute bezieht das Unternehmen an allen deutschen Standorten Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen; auch die an Kundinnen und Kunden gelieferte Elektrizität ist laut Techem vollständig Grünstrom. Parallel läuft die Umstellung der Dienstwagenflotte auf 100 Prozent CO2e-neutrale Antriebe bis 2028. Im Gebäudebestand liegt der Fokus auf Effizienzsteigerungen und der schrittweisen Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung – priorisiert nach Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit.

  • Scope 1: Senkung emissionsintensiver Wärmeerzeugung im Contracting durch Betriebsoptimierung und schrittweise Technologieumstellung.
  • Scope 2: 100 Prozent erneuerbarer Strombezug an deutschen Standorten (laufend).
  • Scope 3: Geräte- und Lieferkettenfokus („Aktionsplan Geräte“), zirkuläre Ansätze für Zähler- und Sensortechnik.
  • Mobilität: CO2e-neutrale PKW-Flotte bis Ende 2028.

Aus Redaktionssicht sinnvoll: Der Mix aus kurzfristig umsetzbaren Effizienzmaßnahmen und langfristigen Infrastrukturwechseln reduziert Abhängigkeiten von Energiepreisspitzen und verteilt Investitionen planbar über mehrere Jahre.

Welche Rolle spielt der Digitale Heizungskeller für Vermietende und Mietende?

Die Plattform hilft, Bestandsheizungen datenbasiert effizienter zu fahren – das senkt Verbräuche, Kosten und CO2e ohne sofortigen Kesseltausch. Für Mietende wirkt das über niedrigere Nebenkosten, für Vermietende über bessere Energiekennwerte im Bestand.

Technisch werden Sensorikdaten aus Heizungskeller und Verteilnetzen erfasst, in einer KI-gestützten Plattform analysiert und in konkrete Maßnahmen überführt (z. B. Anpassung von Vorlauftemperaturen, Taktung, Pumpenbetrieb). Die gemeldete durchschnittliche Einsparspanne von 15 Prozent adressiert typische Effizienzdefizite in Mehrfamilienhäusern. Für Liegenschaften mit gemischtem Altbestand ist das ein pragmatischer Einstieg, bevor höhere Investitionen wie Wärmepumpe, Hybridlösungen oder Fassadendämmung folgen.

Vielfalt, Gleichstellung und Compliance im Fokus

Der Bericht 2023 enthält neben Klima- und Umweltthemen auch DEI- und Governance-Fortschritte. Techem hat eine gruppenweit gültige Richtlinie für Diversität und Anti-Diskriminierung implementiert; der Anteil von Frauen in Führungspositionen lag 2023 bei 30,2 Prozent (Ziel: 35 Prozent bis 2025). In Deutschland wurde erstmals ein Verfahren zur Gender Pay Equality-Prüfung etabliert. Zudem erhielten alle relevanten Mitarbeitenden verpflichtende Schulungen zu Compliance-Themen. Das Zertifikat „berufundfamilie“ unterstreicht den Anspruch, Vereinbarkeit und moderne Arbeitsmodelle zu fördern.

In Summe stärkt das die Resilienz des Geschäftsmodells: Transparente Berichte, geprüfte Kennzahlen und TCFD-Analysen zu Klimarisiken liefern Planbarkeit – ein Punkt, den Stakeholder in der Immobilienwirtschaft zunehmend einfordern. Die Pressemitteilung fasst die Kernzahlen prägnant zusammen: Techem veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht 2023.

Transparente und verantwortungsvolle Berichterstattung

Der Nachhaltigkeitsbericht basiert auf den GRI-Standards und enthält wirtschaftsgeprüfte Kennzahlen. Zusätzlich adressiert Techem die TCFD-Offenlegungen: Szenarioanalysen zeigen laut Bericht eine robuste Unternehmensstrategie sowohl unter einem 2-Grad- als auch unter einem „Worst-Case“-Szenario mit starkem Temperaturanstieg. Für Leserinnen und Leser im Vermietungs- und Bestandshaltersegment ist das relevant, weil es regulatorische und physische Klimarisiken klarer beziffert und Maßnahmen priorisiert.

Aus Redaktionssicht hat sich bewährt, auf Kennzahlen zur Emissionsverteilung (Scope 1–3) und auf Maßnahmenwirksamkeit zu achten. Techem liefert diese Trennschärfe, etwa mit dem 49,6-Prozent-Anteil der Scope-1-Emissionen im Wärme-Contracting und dem 18-Prozent-Rückgang in Scope 3. Das erleichtert Vergleiche mit anderen Anbietern und das Ableiten eigener Dekarbonisierungsfahrpläne für die Liegenschaft.

Ausblick und zukünftige Projekte

Mit Blick auf 2025/2026 sind drei Pfade entscheidend: erstens die Skalierung datenbasierter Effizienz (Digitale Heizungskeller), zweitens die beschleunigte Elektrifizierung bzw. Hybridisierung der Wärmeerzeugung im Bestand und drittens die Lieferketten- und Geräteoptimierung zur weiteren Senkung der Scope-3-Emissionen. Die angekündigte vollständige Umstellung der PKW-Flotte bis 2028 sowie der fortgesetzte Bezug von Grünstrom bilden dabei planbare Grundpfeiler.

Für Smart-Living-Anwenderinnen und -Anwender im Miet- und Eigentumssegment heißt das: Sie profitieren mittelbar von geringeren Wärmeverlusten und effizienteren Anlagen, unmittelbar von transparenteren Nebenkosten und – falls verfügbar – von Services, die Verbrauchsfeedback verständlich aufbereiten. Unser Praxistipp: Prüfen Sie gemeinsam mit Ihrem Messdienstleister, ob Monitoring und Betriebsoptimierung bereits voll ausgeschöpft werden – oft liegen hier zweistellige Einsparwerte, bevor größere Eingriffe nötig sind.

Fazit

Techem senkt seinen CO2e-Fußabdruck 2023 auf 244.134 Tonnen und belegt Fortschritte in Scope 1 und 3 sowie bei Governance und DEI. Der Kurs zur Klimaneutralität bis 2045 steht, flankiert von 100 Prozent Grünstrom in Deutschland und einer CO2e-neutralen Flotte bis 2028. Der Digitale Heizungskeller liefert praxisnahe Effizienzgewinne um rund 15 Prozent. Aus Sicht smarter Bestandsbewirtschaftung ist der Mix aus datenbasierter Optimierung und langfristiger Dekarbonisierung ein belastbarer Fahrplan.

Techem hat seinen Nachhaltigkeitsbericht 2023 veröffentlicht und zeigt, wie es gelingt, den CO2e-Fußabdruck weiter zu reduzieren. Dieses Engagement für Nachhaltigkeit spiegelt sich auch in der zunehmenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Technologien wider. Ein interessanter Aspekt dabei ist die klima-positive Produktion grünes Methanol, die zeigt, wie innovative Ansätze in der Industrie zur Reduktion von Emissionen beitragen können.

Die Bedeutung von erneuerbaren Energien nimmt stetig zu, was sich auch in den Bemühungen um eine verbesserte Infrastruktur widerspiegelt. Ein Beispiel dafür ist die Effizienzsteigerung Netzanschluss Erneuerbare Energien. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Energieversorgung nachhaltiger zu gestalten und den ökologischen Fußabdruck weiter zu verkleinern.

Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft ist die Förderung von Technologien, die den Energieverbrauch senken. Die Förderung wasserführende Pelletöfen Bestandsgebäude ist ein gutes Beispiel dafür, wie durch staatliche Unterstützung und technologische Entwicklung der Übergang zu nachhaltigeren Heizmethoden erleichtert wird.

Einmal die Woche das, was wirklich neu ist.

Keine Pressemitteilungen, keine Rabatt-Schleudern. Eine knappe Übersicht der Tests, Hintergründe und Werkzeuge, die wir selbst in der Redaktion nutzen.