Schnelle Antworten
Welche StÀdte heizen 2023/24 in Deutschland am sparsamsten?
Wie stark ist der Mehrverbrauch im Winter 2023/24 im Vergleich zum Vorjahr?
Warum unterscheiden sich die Stadt-Rankings im Heiz-O-Meter je nach Zeitraum?
Wie funktioniert das ista Heiz-O-Meter und wie aktuell sind die Werte?
Was kann ich als Mieter tun, um Heizkosten schneller zu senken?
Lohnt sich smarte Thermostatnutzung bei sparsamerem Heizen?
Sparsam heizen: Wie StÀdte den Energieverbrauch optimieren
Sparsam heizen ist in vielen Metropolen messbar angekommen: In der laufenden Heizperiode lag Bonn zunÀchst vorn, Dresden und Stuttgart folgten knapp dahinter. Laut ista stieg der witterungsbereinigte Verbrauch bundesweit um rund neun Prozent, in Bonn dagegen nur um vier Prozent; Dresden und Stuttgart lagen bei etwa sechs Prozent, Wuppertal bei plus 19 Prozent (Stand Berichtszeitraum Winter 2023/24, Quelle unten).
SpĂ€tere Auswertungen zeigen jedoch Verschiebungen: Stuttgart, Essen und Bonn fĂŒhren in weiteren Monats- und Saisonwertungen, wĂ€hrend das Schlusslicht je nach Stichtag wechselt (Bochum mit rund +26 Prozent; in einer anderen Saisonbilanz Bielefeld mit +12 Prozent). Das unterstreicht: Wer kontinuierlich sparsam heizt, verbessert die Stadtbilanz messbar â Monat fĂŒr Monat.
Welche StÀdte heizen am sparsamsten?
Bonn, Stuttgart und Dresden zĂ€hlen in der Heizperiode 2023/24 zu den sparsamsten StĂ€dten; in spĂ€teren Auswertungen fĂŒhrt Stuttgart, gefolgt von Essen und Bonn. Die Platzierungen variieren je nach Stichtag und Betrachtungszeitraum.
Die ista-Daten zeigen zunĂ€chst: Bonn (+4 Prozent gegenĂŒber Vorjahr) liegt unter dem Bundeswert von +9 Prozent; Dresden und Stuttgart bewegen sich bei rund +6 Prozent, Wuppertal bei +19 Prozent. In einer weiteren Auswertung rĂŒcken Stuttgart, Essen und Bonn nach vorn; nur fĂŒnf Metropolen liegen dort insgesamt unter Bundesschnitt, Bochum bildet das Schlusslicht mit rund +26 Prozent. Eine Saisonbilanz im Fachmedium BundesBauBlatt nennt Stuttgart mit dem niedrigsten Heizverbrauch, Dresden mit +1 Prozent und MĂŒnchen mit +2 Prozent; Bielefeld liegt dort mit +12 Prozent hinten, bundesweit betrĂ€gt der Mehrverbrauch +5 Prozent. Unterschiede ergeben sich aus Methodik, Stichtagen und dem jeweiligen Zeitraum (Monat, Zwischenstand, Saison).
| Stadt | Abweichung zum Vorjahr (witterungsbereinigt) | Zeitraum/Quelle |
|---|---|---|
| Bonn | +4 % | Zwischenstand Heizperiode 2023/24, ista-Newsroom |
| Dresden | ca. +6 % | Zwischenstand 2023/24, ista |
| Stuttgart | ca. +6 % (Zwischenstand) / niedrigster Verbrauch (Saisonbilanz) | ista; BundesBauBlatt |
| Essen | Spitzenplatz in Monats-/Folgewertung | ista-Newsroom |
| Wuppertal / Bochum / Bielefeld | +19 % / +26 % / +12 % | ista (Zwischenstand/Monat); BundesBauBlatt (Saison) |
FĂŒr die Einordnung hilft der Blick auf den Bundestrend: Je nach Auswertung liegen die MehrverbrĂ€uche zwischen +5 und +9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dass einzelne StĂ€dte darunter bleiben, spricht fĂŒr konsequentes Energiesparen, effizientere GebĂ€udebestĂ€nde oder beide Faktoren.
Stuttgart zeigt im Dezember vorbildliches Energiesparverhalten
Im Dezember gelang Stuttgart Bemerkenswertes: witterungsbereinigt zwei Prozent weniger Heizenergie als im Dezember 2022 â bei einem bundesweiten Plus von rund sieben Prozent. In der Monatswertung folgen Bochum und Leipzig mit etwa +4 Prozent.
Solche AusreiĂer nach unten entstehen selten zufĂ€llig. Sie deuten auf beherztes Nutzerverhalten (niedrigere Raumtemperaturen, Absenkzeiten), breit genutzte smarte Thermostate und möglicherweise gut eingestellte Heizungsanlagen in MehrfamilienhĂ€usern hin. Aus Redaktionssicht lohnt der Blick auf simple Hebel: Absenkzeiten konsequent nutzen, 20 bis 21 Grad in WohnrĂ€umen als Zielkorridor, TĂŒren zu kĂŒhleren Fluren geschlossen halten â das summiert sich in der Stadtbilanz.
Wie funktioniert das ista Heiz-O-Meter?
Das Heiz-O-Meter wertet monatlich anonymisierte Verbrauchsdaten aus rund 350.000 Haushalten aus und bereinigt sie mit Wetterdaten; so entstehen aktuelle, witterungsbereinigte Vergleichswerte fĂŒr Deutschland, BundeslĂ€nder und die 20 gröĂten StĂ€dte.
Die Auswertung erfolgt jeweils zur Monatsmitte fĂŒr den Vormonat. Grundlage sind digitale Messdaten, die ista mit Informationen des Deutschen Wetterdienstes abgleicht. Witterungsbereinigung bedeutet: KĂ€ltere oder mildere Monate werden rechnerisch vergleichbar gemacht, damit nicht das Wetter allein die Rangliste treibt. FĂŒr kommunale Planer sind diese zeitnahen Kennzahlen wertvoll, um MaĂnahmen â von Info-Kampagnen bis zur Optimierung kommunaler Liegenschaften â zu prĂŒfen und nachzusteuern.
Was bringt der Heiz-O-Meter Cup den StÀdten konkret?
Die âcoolste City Deutschlandsâ erhĂ€lt 15.000 Euro fĂŒr die energetische Verbesserung eines öffentlichen GebĂ€udes; prĂ€miert wird die Stadt mit dem sparsamsten Heizverbrauch ĂŒber die gesamte Saison.
Der Cup setzt einen einfachen, aber wirksamen Anreiz: kollektives Verhalten sichtbar machen und belohnen. FĂŒr Hausverwaltungen und Quartiersmanager ist das ein guter AufhĂ€nger, um Heiztipps zu aktivieren, smarte Thermostate im Bestand auszurollen oder Heizanlagen besser einzustellen. In der Praxis hat sich gezeigt: Schon eine flĂ€chige Nachtabsenkung und korrekt eingestellte Heizkurven senken den Bedarf messbar â ohne Komfortverlust.
Sparsam heizen als Teil der stÀdtischen Klimastrategie
Sparsam heizen ist die schnellste und gĂŒnstigste Form der Emissionsminderung im GebĂ€udebestand. StĂ€dte, die kommunikativ und technisch unterstĂŒtzen, sehen die Effekte zuerst: geringere VerbrĂ€uche, entlastete Budgets, stabilere Netze.
- Smarte Thermostate breit einfĂŒhren: Zeitprogramme, PrĂ€senz- und Fenster-Offen-Erkennung sparen oft 5â10 Prozent.
- Hydraulischen Abgleich und Heizkurve prĂŒfen: In MehrfamilienhĂ€usern zentrale Effizienzhebel mit zweistelligen Einsparpotenzialen.
- Transparenz schaffen: Monatliche Verbrauchsinfo motiviert nachweislich â ideal in Kombination mit Quartiers-Benchmarks.
- Sanft statt radikal: 1 Grad weniger Raumtemperatur spart rund 6 Prozent â komfortvertrĂ€glich und sofort wirksam.
- Kommunale Vorbildfunktion: Schulen, Kitas, Bibliotheken mit klaren Betriebsstrategien senken Lastspitzen und Kosten.
FĂŒr die individuelle Einordnung von HeizverbrĂ€uchen bieten sich neutrale Vergleichswerte an. Der von co2online herausgegebene Heizspiegel fĂŒr Deutschland liefert Bandbreiten nach GebĂ€ude- und EnergietrĂ€gerprofil (Stand fortlaufend aktualisiert). Kommunen können zudem eigene Heizspiegel beauftragen, um regionale Besonderheiten abzubilden.
Transparenz durch das ista Heiz-O-Meter
Das Heiz-O-Meter schafft eine Datengrundlage, die es vorher so aktuell nicht gab: witterungsbereinigte Monatswerte noch wĂ€hrend der laufenden Heizperiode. Politik und Verwaltung erhalten damit ein FrĂŒhindikator-Format, das fĂŒr die kommunale WĂ€rmewende taugt â von der Ansprache privater Haushalte bis zur Planung von Sanierungswellen.
FĂŒr Mieterinnen und Mieter ist vor allem die Einordnung hilfreich: Liege ich in meinem Quartier âim grĂŒnen Bereichâ? Wo verliere ich unnötig Energie? Aus Redaktionssicht empfehlen wir, die stĂ€dtischen Benchmarks mit der eigenen Jahresabrechnung und â wenn vorhanden â Smart-Meter-Daten zu spiegeln. Wer zusĂ€tzlich smarte Thermostate nutzt, bekommt einen geschlossenen Regelkreis aus Zielwert, Messwert und Korrektur.
Ein Indikator fĂŒr die WĂ€rmewende in StĂ€dten
Dass nur ein Teil der 20 gröĂten StĂ€dte unter dem Bundesschnitt liegt, zeigt die Wegstrecke bis 2045. Gleichzeitig beweisen die Spitzenreiter, dass VerhaltensĂ€nderung, digitale Steuerung und solide Anlagentechnik kurzfristig wirken. FĂŒr Haushalte mit Gas, Ăl, FernwĂ€rme oder WĂ€rmepumpe gelten dabei unterschiedliche Kostentreiber; neutrale Ăbersichten wie der Heizspiegel helfen bei der Priorisierung.
Ăber den Wettbewerb: Auszeichnung fĂŒr sparsames Heizen
Mit dem Heiz-O-Meter Cup prĂ€miert ista jene Stadt, die zwischen September und April am sparsamsten heizt. Neben der TrophĂ€e flieĂen 15.000 Euro in die energetische Verbesserung eines öffentlichen GebĂ€udes â ein sichtbares Signal fĂŒr gemeinschaftliches Handeln.
Der Wettbewerb funktioniert, weil er Daten in Motivation ĂŒbersetzt. Quartiere vergleichen sich fair, Kommunen rĂŒcken das Thema auf die Agenda, Medien berichten ĂŒber Erfolge und NachzĂŒgler. Dieser soziale Vergleichseffekt ist â jenseits aller Technik â ein unterschĂ€tzter Hebel der WĂ€rmewende.
Fazit
Bonn, Stuttgart und Dresden zeigen, wie sparsam heizen auf Stadtebene wirkt â teils deutlich unter Bundestrend. Je nach Stichtag schiebt sich Stuttgart in Monats- und Saisonwertungen an die Spitze. Der Heiz-O-Meter Cup macht Fortschritte sichtbar und schafft Anreize, weiter zu sparen. FĂŒr Haushalte gilt: smarte Thermostate, moderate Zieltemperaturen und gut eingestellte Anlagen bringen schnelle Effekte. Kommunen gewinnen, wenn sie Transparenz, Technik und Kommunikation verzahnen â dann wird aus Datentransparenz reale Einsparung.
Wenn Sie sich fĂŒr energieeffizientes Heizen interessieren, könnte die tado Smartes Heizkörper-Thermostat eine ideale Lösung sein. Dieses smarte GerĂ€t hilft Ihnen, die Heizkosten zu senken, indem es die Raumtemperatur optimal regelt und sich sogar an Ihr Lebensmuster anpasst. Es ist ein praktisches Beispiel dafĂŒr, wie moderne Technologie im Bereich Smart Living zur Energieeffizienz beitragen kann.
Eine weitere interessante Option fĂŒr das energieeffiziente Heizen ist die Nutzung einer Aira WĂ€rmepumpe mit Finanzierung. WĂ€rmepumpen sind bekannt fĂŒr ihre Effizienz und Umweltfreundlichkeit. Sie nutzen die vorhandene Luft, um Ihr Zuhause zu heizen und können erheblich zur Reduzierung Ihrer Energiekosten beitragen. Die Möglichkeit einer Finanzierung erleichtert zudem den Einstieg in diese fortschrittliche Heiztechnologie.
ZusĂ€tzlich zu technischen Lösungen können Sie auch durch einfache VerhaltensĂ€nderungen Energie sparen. Der Artikel Smart Home Indoor-GĂ€rtnern bietet nĂŒtzliche Tipps, wie Sie nicht nur Ihre Heizkosten, sondern auch andere Energiekosten im Haushalt reduzieren können. Das Indoor-GĂ€rtnern mit smarten Home-Lösungen kann dabei helfen, das Raumklima natĂŒrlich zu verbessern und somit die AbhĂ€ngigkeit von kĂŒnstlicher Heizung zu verringern.
