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Social-Media-Kompetenz: Neuer Online-Kurs fĂŒr kritischen Umgang mit Trends

Ein neuer Online-Kurs vermittelt Jugendlichen praxisnah Social-Media-Kompetenz. Sie erfahren, wie man Trends kritisch hinterfragt, Desinformation erkennt und sicher reagiert. Mit Übungen, Fallbeispielen und Begleitmaterial fĂŒr LehrkrĂ€fte und Eltern.

Schnelle Antworten

Was versteht der Kurs unter Social-Media-Kompetenz fĂŒr Jugendliche?
Social-Media-Kompetenz bedeutet, Inhalte und Absender zu prĂŒfen und Manipulationen zu erkennen. Jugendliche sollen Entscheidungen bewusst treffen statt Trends unreflektiert zu folgen. Dazu gehört auch eHealth Literacy, also die Bewertung von Online-Gesundheitsinformationen.
Wie lernen Jugendliche, Social-Media-Inhalte wie „Fitfluencer“-Tipps richtig einzuordnen?
Der Kurs trainiert konkrete PrĂŒfmechanismen, die im Alltag schnell abrufbar sind. Dazu zĂ€hlen ein Kanalcheck (Absender und Werbekennzeichnung), ein Claim-Check (Belege und PlausibilitĂ€t) sowie ein Bild-Check (Inszenierung, Retusche und Kontext). So können Werbeversprechen und zweifelhafte RatschlĂ€ge besser erkannt werden.
Wie hilft die Bild-Forensik dabei, Bildbearbeitung und Inszenierung zu erkennen?
Das interaktive Bild-Forensik-Tool zeigt exemplarisch, wie Bearbeitungen identifiziert werden können. Es geht dabei um erkennbare Hinweise wie auffĂ€llige Hauttexturen oder unplausible LichtverhĂ€ltnisse. Begleitende Module ĂŒben typische Manipulationsmuster und Gegenstrategien ein.
Worauf sollten Jugendliche bei Gesundheits-Posts in Social Media besonders achten?
Im Kurs gibt es einen Gesundheits-Check nach eHealth-Kriterien. Jugendliche lernen, eine Risiko-Nutzen-AbwĂ€gung zu machen, statt Online-Tipps einfach zu ĂŒbernehmen. So wird es leichter, zweifelhafte Gesundheitsinformationen von nachvollziehbaren Hinweisen zu unterscheiden.
Welche Ergebnisse zeigte die Studie zu #fitspiration bei 14- bis 19-JĂ€hrigen?
Die Analyse zeigte, dass die Bildsprache oft stereotyp, wenig divers und mit unrealistischen Körperidealen verbunden ist. Außerdem schĂ€tzten sich Jugendliche hĂ€ufiger als ĂŒbergewichtig ein, als es objektive Messungen nahelegen. Trotz teils reflektiertem Argumentieren gab es LĂŒcken bei Social-Media- und eHealth-Literacy.
FĂŒr wen ist der Online-Kurs verfĂŒgbar und ab wann kann er genutzt werden?
Der Online-Kurs ist ab Februar 2025 auf Deutsch verfĂŒgbar. Er richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren und kann im Unterricht oder selbstgesteuert eingesetzt werden. Schullizenzen sind bereits bestellbar.

Jugendliche begegnen tÀglich Trend-Posts, Fitness-Challenges und vermeintlichen Gesundheits-Tipps auf Instagram, TikTok und Co. Der neue Online-Kurs der FH St. Pölten setzt genau hier an: Er stÀrkt die Social-Media-Kompetenz, damit 14- bis 19-JÀhrige Inhalte rasch einordnen, Stereotype erkennen und zweifelhafte RatschlÀge entlarven können (Stand Q1 2025).

Was bedeutet Social-Media-Kompetenz konkret?

Social-Media-Kompetenz heißt, Inhalte und Absender zu prĂŒfen, Manipulationen zu erkennen und Entscheidungen bewusst zu treffen – statt Trends unreflektiert zu folgen. Sie umfasst auch eHealth Literacy, also die Bewertung von Online-Gesundheitsinformationen.

Konkret geht es um Fragen wie: Wer steckt hinter einem Kanal? Welche Belege stĂŒtzen eine Behauptung? Ist ein Bild bearbeitet, inszeniert oder werblich motiviert? Aus Redaktionssicht zahlen gerade diese Fertigkeiten direkt auf den Alltag ein – etwa wenn Jugendliche „Fitfluencer“-Tipps beurteilen oder Werbung von Information unterscheiden.

Hintergrund des Projekts FIVE

Das Projekt „FIVE – #Fitspiration Image VErification“ der FH St. Pölten untersuchte, wie der Social-Media-Hashtag #fitspiration Geschlechterstereotype, Gesundheitsverhalten und Körperwahrnehmung von Jugendlichen beeinflusst. #fitspiration zĂ€hlt auf Instagram alleine ĂŒber 20 Millionen BeitrĂ€ge und transportiert neben Motivation hĂ€ufig extreme Trainings- und ErnĂ€hrungspraktiken sowie einseitige Geschlechternormen.

Die Rolle von Social Media im Leben Jugendlicher

„Social Media ist fixer Bestandteil des Lebens von österreichischen Jugendlichen. Leider ist es auch ein Tummelplatz vermeintlicher Gesundheitsprophet*innen und selbsternannter ErnĂ€hrungsexpert*innen“, sagt Elisabeth Höld, Projektleiterin und Senior Researcherin am Institut fĂŒr Gesundheitswissenschaften der FH St. Pölten. Das Team analysierte, auf welchen Plattformen 14- bis 19-JĂ€hrige #fitspiration konsumieren – und wie sie die Bildsprache deuten.

Welche Ergebnisse zeigte die Analyse von #fitspiration?

Kurz gesagt: Die Bildsprache ist oft stereotyp, wenig divers und vermittelt unrealistische Körperideale. Zudem schĂ€tzten sich Jugendliche hĂ€ufiger als ĂŒbergewichtig ein, als es objektive Messungen nahelegten.

Die externe Genderexpertin Bettina Prokop ordnet ein: „#fitspiration-Fotos reproduzieren hĂ€ufig Geschlechter-Stereotype, blenden DiversitĂ€t aus und setzen enge Schönheitsnormen.“ In der Mixed-Methods-Studie mit Jugendlichen aus Wien und Niederösterreich zeigte sich außerdem: Obwohl viele Teilnehmende reflektiert argumentieren, offenbaren Fragebogendaten LĂŒcken bei Social Media Literacy und eHealth Literacy – und eine Tendenz zur kritischen Selbstwahrnehmung des eigenen Körpers.

Warum brauchen Jugendliche mehr Social-Media-Kompetenz?

Weil Social-Media-Posts oft Marketing, Meinung und Bildbearbeitung vermischen – und Jugendliche dadurch anfĂ€lliger fĂŒr Fehlentscheidungen werden. Ein strukturierter Kurs kann PrĂŒfmechanismen trainieren, die im Alltag schnell abrufbar sind.

In der Praxis hat sich gezeigt: Wer Quellen checkt, Werbekennzeichnungen erkennt und Bildsignale liest, fĂ€llt seltener auf „WunderdiĂ€ten“ oder ĂŒberzogene Fitness-Challenges herein. Genau diese Muster trainiert der Kurs – inklusive Übungen zu Empathie und Körperakzeptanz, damit der soziale Vergleich weniger Druck aufbaut.

Entwicklung des Online-Kurses

Auf Basis der Studienergebnisse entwickelte die FH St. Pölten einen Online-Kurs inklusive interaktivem Bild-Forensik-Tool. Zielgruppe sind 14- bis 19-JÀhrige, die lernen, Stereotype zu Körper und Geschlecht zu hinterfragen, Gesundheitsinformationen zu bewerten und gÀngige Marketing-Tricks auf Social Media zu durchschauen.

Interaktive Tools zur Förderung der Social-Media-Kompetenz

Das Bild-Forensik-Tool zeigt exemplarisch, wie sich Bearbeitungen identifizieren lassen – von auffĂ€lligen Hauttexturen bis zu unplausiblen LichtverhĂ€ltnissen. Begleitende Module decken typische Manipulationsmuster auf und ĂŒben Gegenstrategien ein.

  • Kanalcheck: Absender, Interessenlage, Werbekennzeichnung
  • Claim-Check: Belege, Studienbezug, PlausibilitĂ€t
  • Bild-Check: Inszenierung, Retusche, Kontext
  • Gesundheits-Check: eHealth-Kriterien, Risiko-Nutzen-AbwĂ€gung
  • Selbstschutz: Umgang mit Vergleichsdruck und Algorithmus-Fallen

Wann und fĂŒr wen ist der Online-Kurs verfĂŒgbar?

Der Kurs ist ab Februar 2025 auf Deutsch verfĂŒgbar; er richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren und kann im Unterricht sowie selbstgesteuert eingesetzt werden. Schullizenzen sind bereits bestellbar.

Schulen und BildungstrĂ€ger können Lizenzen ĂŒber den Hölzel Verlag beziehen: Bestellung und Kursinformationen beim Hölzel Verlag. Aus Redaktionssicht sinnvoll: Schulen binden den Kurs in Projektwochen oder fĂ€cherĂŒbergreifende Einheiten (Gesundheit, Medienkunde, Sport) ein – so greifen eHealth Literacy und Social-Media-Kompetenz ineinander.

Die Umsetzung des Projekts

FIVE wurde unter Leitung der FH St. Pölten gemeinsam mit dem Hölzel Verlag und der Genderexpertin Bettina Prokop umgesetzt. Das Projekt wird aus Mitteln der FFG gefördert. Die Ergebnisse aus Wien und Niederösterreich flossen in Kursdesign, Aufgabenformate und die Bild-Forensik ein – mit Fokus auf alltagsnahe Beispiele aus Instagram und TikTok.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Die Verbindung aus Forschung, didaktischer Aufbereitung und praxisnahen Tools schließt eine LĂŒcke: Jugendliche wachsen zwar mit Social Media auf, verfĂŒgen aber nicht automatisch ĂŒber hohe Social-Media-Kompetenz. Der Kurs bietet wiederverwendbare PrĂŒfalgorithmen fĂŒr den Alltag – von Trends bis „Fitfluencer“-Empfehlungen – und stĂ€rkt gleichzeitig die reflektierte Körperwahrnehmung.

Fazit

Der Online-Kurs der FH St. Pölten adressiert eine reale LĂŒcke: Er macht Social-Media-Kompetenz und eHealth Literacy fĂŒr 14- bis 19-JĂ€hrige konkret trainierbar. Die Forschung zu #fitspiration zeigt, wie stark Stereotype, Bildbearbeitung und Marketing die Wahrnehmung prĂ€gen. Ab Februar 2025 steht der Kurs auf Deutsch bereit; Schullizenzen sind schon heute verfĂŒgbar. Aus Redaktionssicht ist die Kombination aus Bild-Forensik, Quellencheck und Selbstschutz-Strategien praxisnah – und hilft Jugendlichen, Social-Media-Trends souverĂ€n zu begegnen.

Der neue Online-Kurs fĂŒr Jugendliche bietet Ihnen die Möglichkeit, den kritischen Umgang mit Social-Media-Trends zu erlernen. In einer digitalen Welt, in der Trends schnell kommen und gehen, ist es wichtig, fundierte Entscheidungen zu treffen. Der Kurs zielt darauf ab, Ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, um die Auswirkungen von Social Media auf Ihr tĂ€gliches Leben besser zu verstehen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt im digitalen Zeitalter ist der Schutz Ihrer persönlichen Daten. In unserem Artikel ĂŒber PrivatsphĂ€re zurĂŒckgewinnen erfahren Sie, wie Sie Ihre Daten im Internet schĂŒtzen können. Diese Informationen sind besonders wertvoll, wenn Sie sich in sozialen Netzwerken bewegen und Ihre PrivatsphĂ€re wahren möchten.

Social Media kann auch ein Ort fĂŒr Betrug sein. Es ist wichtig, sich vor FĂ€lschungen und BetrĂŒgereien zu schĂŒtzen. Lesen Sie unseren Artikel ĂŒber Bestattungsbetrug auf Facebook erkennen, um zu lernen, wie Sie sich vor solchen Gefahren schĂŒtzen können. Der Artikel gibt Ihnen wertvolle Tipps, um sicherzustellen, dass Sie nicht Opfer von Betrug werden.

Wenn Sie neugierig sind, wie Unternehmen soziale Netzwerke nutzen, um ihre Marken zu stĂ€rken, könnte unser Artikel ĂŒber die Auszeichnung Infineon German Brand Award fĂŒr Sie interessant sein. Er zeigt, wie Marken durch geschicktes Social-Media-Marketing Anerkennung gewinnen können. Dies ist ein gutes Beispiel dafĂŒr, wie man Social Media positiv nutzen kann.

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