Storys & Hindergründe

nachhaltige Betriebskantinen Deutschland: Wie SAP und Weleda Vorbild sind

Die Deutsche Umwelthilfe ehrte im Wettbewerb 'Grüne Suppenkelle' SAP und Weleda für nachhaltige Betriebskantinen. Entscheidend waren regionale, saisonale und pflanzenbetonte Gerichte, Abfallvermeidung und Mitarbeiterbeteiligung. Sie erhalten praxisnahe Beispiele und Umsetzungstipps.

Nachhaltige Betriebskantinen in Deutschland: SAP und Weleda ausgezeichnet

Schnelle Antworten

Welche Kantinen wurden bei der „Grünen Suppenkelle“ im April 2024 ausgezeichnet?
Ausgezeichnet wurden SAP (Kategorie „große Kantinen“, betrieben von Aramark) und Weleda (Kategorie „kleine Kantinen“, betrieben von s.Bar). Die Verleihung fand am 12. April 2024 in der Weleda-Kantine statt und am 15. April 2024 in der SAP-Kantine.
Woran erkennt man eine nachhaltig geführte Betriebskantine im Speiseplan?
Im Wettbewerb wird vor allem der Anteil pflanzlicher Gerichte am Wochenspeiseplan bewertet. Dazu kommen wirksames Nudging für die nachhaltige Wahl sowie Bio- und Fair-Trade-Qualität, Regionalität und Mehrweg.
Welche Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung haben die Gewinnerkantinen umgesetzt?
Wirksam sind laut Artikel mehrere Stellschrauben: bessere Bedarfsprognosen, flexible Portionsgrößen und eine verwertungsorientierte Menüplanung. Außerdem werden Mehrweg-Lösungen genutzt und die Planung über Rückmeldungen zwischen Ausgabe und Küche verbessert, um Überproduktion zu vermeiden.
Wie setzen SAP und Weleda pflanzenbasierte Angebote konkret um?
Beide kombinieren vegetarische und vegane Gerichte mit regionaler Bio-Qualität. Bei SAP wird das in einer ganzheitlichen Strategie von Beschaffung bis Ausgabe umgesetzt, inklusive Fokus auf CO2-Fußabdruck, ressourcenschonende Zubereitung und minimierten Food Waste. Bei Weleda setzt s.Bar auf kreative, vollwertige Bio-Gerichte und enge regionale Lieferketten.
Wie läuft die Bewertung bei der „Grünen Suppenkelle“ ab, worauf achten Prüfer?
Kantinen füllen einen detaillierten Fragenkatalog aus. Bewertet werden unter anderem Angebotsstruktur, Transparenz für Gäste (z. B. Kennzeichnungen) sowie Prozesse gegen Überproduktion und Einwegverpackungen. Besonders stark gewichtet sind laut DUH Methoden des Nudging, etwa prominente Platzierung pflanzlicher Gerichte.
Was kann ich zu Hause übernehmen, wenn ich nachhaltiger kochen will?
Viele Hebel aus der Betriebsgastronomie lassen sich übertragen: planen, messen und Routinen ändern, ohne auf Genuss zu verzichten. Bewährt haben sich digitale Speiseplanung, pflanzenbasierte „Default“-Rezepte mit Fleisch als Option sowie kleinere Portionen und konsequentes Einfrieren von Resten.
Wann greift Nudging messbar, und wie kann ich es im Haushalt nutzen?
Laut Artikel wirkt Nudging besonders dann messbar, wenn pflanzliche Gerichte zuerst auf den Tisch kommen, gut gewürzt sind und klare Informationen den Entschluss erleichtern. Für zu Hause bedeutet das: verlässliche Auswahl treffen, transparente Labels in Rezept-Apps nutzen und pflanzliche Optionen als Standard einplanen.

Wettbewerb "Grüne Suppenkelle": nachhaltige Betriebskantinen Deutschland – SAP und Weleda ausgezeichnet

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und NAHhaft e.V. haben im April 2024 zwei Vorreiter für nachhaltige Betriebskantinen Deutschland prämiert: SAP (Kategorie „große Kantinen“, betrieben von Aramark) und Weleda (Kategorie „kleine Kantinen“, betrieben von s.Bar). Beide setzen auf ein breites pflanzenbasiertes Angebot, klimafreundliche Speisepläne, regionale Lieferketten, smarte Mehrweglösungen und systematisches Food-Waste-Management (DUH-Pressemitteilung vom 9.4.2024).

Was zeichnet die Gewinnerkantinen konkret aus?

Beide Kantinen kombinieren eine hohe Quote vegetarischer und veganer Gerichte mit regionaler Bio-Qualität, Nudging für die nachhaltige Wahl und klaren Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung. Das funktioniert im großen Maßstab bei SAP ebenso wie im kleineren Setting bei Weleda.

Sascha Müller-Kraenner (DUH) hebt die Vorbildrolle der Betriebsgastronomie hervor: Leckere, gesunde und nachhaltige Gerichte fördern Gesundheit und Klimaschutz – und liefern Impulse für die eigene Küche. Entscheidend sind laut DUH: attraktive vegane/vegetarische Optionen, kurze Lieferketten, Mehrweg und die Einbindung von Personal und Gästen durch Schulungen und Kommunikation.

Die SAP-Kantine: Ein Beispiel für große Betriebskantinen

Der von Aramark geführte SAP-Standort (Walldorf) überzeugt mit einer ganzheitlichen Strategie von der Beschaffung bis zur Ausgabe. SAP adressiert neben Regionalität und saisonaler Auswahl auch den CO2-Fußabdruck der Speiseangebote sowie ressourcenschonende Zubereitung und minimierten Food Waste. Aus Sicht von SAP-Cateringkoordinator Jürgen Ziegler zahlt dies auf übergeordnete Unternehmensziele ein und steigert die Gästezufriedenheit – getragen von einer Partnerschaft auf Augenhöhe mit Aramark.

Die Weleda-Kantine: Ein Vorbild für kleine Betriebskantinen

Bei Weleda setzt s.Bar auf kreative, vollwertige Gerichte in Bio-Qualität, enge regionale Lieferketten und konsequente Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Weleda-Präsident Thomas Jorberg sieht darin eine passgenaue Fortführung der Unternehmensphilosophie, die Umwelt- und Gesundheitsaspekte verbindet – mit dem erklärten Ziel, andere Unternehmen zu inspirieren. Weleda ist als B-Corp zertifiziert (Stand 2024 rezertifiziert), was die Nachhaltigkeitsambitionen zusätzlich unterstreicht.

Wie werden nachhaltige Betriebskantinen bewertet?

Im Wettbewerb zählt vor allem der Anteil pflanzlicher Gerichte am Wochenspeiseplan sowie wirksames Nudging für die nachhaltige Wahl. Ergänzend werden Bio- und Fair-Trade-Qualität, Regionalität, Mehrweg und Anti-Food-Waste-Maßnahmen gewertet.

Für die Teilnahme füllten Kantinen einen detaillierten Fragenkatalog aus. Bewertet wurden unter anderem Angebotsstruktur, Transparenz für Gäste (z. B. Kennzeichnungen), Prozesse gegen Überproduktion und Einwegverpackungen sowie Schulungen des Personals. Laut DUH wurden Methoden des Nudging – etwa Standardbeilagen auf pflanzlicher Basis, prominente Platzierung klimafreundlicher Gerichte und klare Kommunikation – besonders stark gewichtet (DUH-Seite zur „Grünen Suppenkelle“).

Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung

In der Praxis reichen die wirksamen Hebel von besserer Bedarfsprognose über flexible Portionsgrößen bis zu verwertungsorientierter Menüplanung. Verbreitet sind zudem smarte Mehrweglösungen. Aus Redaktionssicht besonders effektiv: digitale Prognosen auf Basis Kassendaten, „Too-good-to-go“-ähnliche Restekörbe am Nachmittag und Feedbackschleifen zwischen Ausgabe und Küche, um Überproduktion am Folgetag zu vermeiden.

  • Pflanzenbasierte Hauptgerichte als Standard, Fleisch als Option
  • Portionsstaffelungen und Beilagenwechsel statt Einheitsgrößen
  • Transparente Kennzeichnungen (z. B. CO2, Herkunft, Bio-Anteil)
  • Mehrweg- statt Einwegverpackungen für To-go
  • Bedarfsprognosen und Resteverwertung mit festen Prozessen

Wann finden die Preisverleihungen statt?

Die Auszeichnung an s.Bar und Weleda erfolgte am 12. April 2024 in der Weleda-Kantine; Aramark und SAP wurden am 15. April 2024 in der SAP-Kantine geehrt. Beide Termine rahmten die erste Wettbewerbsrunde 2023/24 ab.

Mit der Premiere der „Grünen Suppenkelle“ setzen DUH und NAHhaft ein Signal für die Breite der Branche: Nachhaltige Konzepte lassen sich in unterschiedlichen Größenordnungen skalieren – von unter 300 bis über 300 Essen am Tag.

Nachhaltige Betriebskantinen Deutschland: Ein Vorbild für die Zukunft

Die prämierten Konzepte zeigen, wie Unternehmen Gesundheit, Klima- und Ressourcenschutz im Alltag der Belegschaft verankern können. SAP und Weleda stehen exemplarisch für zwei Erfolgsfaktoren: Verbindliche Ziele (z. B. CO2-Reduktion, Bio-/Regionalquoten) und eine konsequente, gastnahe Umsetzung in Speiseplan, Ausgabe und Kommunikation.

Die DUH betont den Multiplikatoreffekt: Wenn Kantinen attraktive, pflanzenbetonte Gerichte normalisieren, prägt das auch das Kochen zu Hause. Aus Redaktionssicht wirkt vor allem die Kombination aus gutem Geschmack, verlässlicher Verfügbarkeit und klaren Infos am Point of Choice – erst dann greift Nudging messbar.

Was bedeutet das für Smart Living zu Hause?

Viele Hebel aus der Betriebsgastronomie lassen sich in den privaten Alltag übertragen: Planen, messen, visualisieren – und dadurch Routinen verändern, ohne am Genuss zu sparen.

Pragmatische Ansätze, die sich bewährt haben:

  • Speiseplanung digital: Wochenplan in der Küchen-App, Einkaufslisten mit Vorrats-Check
  • Pflanzenbasierte „Default“-Rezepte: Linsenbolognese, Kichererbsen-Curry, Ofengemüse – Fleisch als optionale Beilage
  • Lebensmittelverschwendung reduzieren: kleinere Portionen anrichten, Reste sofort portioniert einfrieren
  • Mehrweg im Alltag: stabile Lunchboxen, Thermobecher, Pfandsysteme lokal nutzen
  • Transparenz schaffen: CO2- und Nährwert-Labels in Rezept-Apps als Entscheidungshilfe

In der Praxis hat sich gezeigt: Wenn pflanzliche Gerichte zuerst auf den Tisch kommen und gut gewürzt sind, sinkt der Fleischkonsum fast automatisch. Wer zusätzlich smarte Küchenhelfer (Waage mit App, vernetzte Kühlschrank-Notizen) nutzt, reduziert Fehlkäufe und Abfälle messbar.

Die Bedeutung pflanzenbasierter Ernährung

Der Wettbewerb adressiert eine zentrale Stellschraube der Ernährungswende: mehr vegane und vegetarische Optionen im Alltag. Stand 2024/2025 zeigt sich in der Außer-Haus-Verpflegung ein klarer Trend, den DUH und NAHhaft mit der „Grünen Suppenkelle“ gezielt fördern. Je höher der pflanzliche Anteil am Speiseplan, desto geringer fällt in der Regel der CO2-Fußabdruck aus.

Für Unternehmen bedeutet das: Gesundheit fördern, Betriebsklima stärken und Klimaziele unterstützen – ohne Verzichtsrhetorik. Entscheidend ist die Umsetzung: attraktive Gerichte, verlässliche Auswahl und sichtbare Nachhaltigkeitsinformationen, die die Entscheidung im Moment des Kaufs erleichtern.

Die Preisverleihung

Die offiziellen Verleihungen am 12. und 15. April 2024 würdigten nicht nur SAP/Aramark und Weleda/s.Bar, sondern machten die Bewertungslogik transparent. Im Fokus standen pflanzenbasierte Angebote, regionale Bio-Lieferketten, fair gehandelte Produkte, Mehrweg und Anti-Wegwerf-Strategien – Kriterien, die laut DUH künftig noch stärker skaliert werden sollen.

Ein Blick in die Zukunft

Aus Redaktionssicht spricht vieles für eine Verstetigung des Wettbewerbs: Klare Benchmarks erleichtern Kantinen die Weiterentwicklung, und die Sichtbarkeit gelungener Beispiele schafft Druck in der Breite. Die nächste Auszeichnungssaison kann zusätzliche Kennzahlen – etwa dokumentierte Food-Waste-Reduktion pro Gast – noch stärker in den Mittelpunkt rücken.

Fazit

Die „Grüne Suppenkelle“ macht greifbar, wie nachhaltige Betriebskantinen Deutschland funktionieren: pflanzenbetonte Speisepläne, regionale Bio-Lieferketten, Mehrweg und striktes Food-Waste-Management. SAP/Aramark und Weleda/s.Bar zeigen, dass das in groß und klein skaliert. Für den privaten Alltag lassen sich Prinzipien wie Planung, Nudging und Transparenz direkt übertragen. Stand 2025 bleibt die Auszeichnung ein hilfreicher Referenzpunkt – für Kantinen, die nachziehen wollen, und für Haushalte, die nachhaltiger kochen möchten.

Der Wettbewerb "Grüne Suppenkelle" hat Betriebskantinen von SAP und Weleda für ihre nachhaltigen Ernährungskonzepte ausgezeichnet. Diese Auszeichnung zeigt, wie wichtig nachhaltige Ernährung in Unternehmen geworden ist. Nachhaltigkeit spielt auch in anderen Bereichen eine große Rolle, wie zum Beispiel bei der Nutzung von Photovoltaikanlagen. Mehr dazu erfahren Sie im Artikel über die Unterschiede Photovoltaik Solarthermie, wo die verschiedenen Technologien und ihre Vorteile erklärt werden.

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