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KI-gestützte Bank: bunq führt als erste europäische Bank eigene GenAI-Plattform ein

bunq präsentiert als erste europäische Bank eine eigene GenAI-Plattform. Die Lösung soll personalisierte Beratung, schnelleren Support und automatisierte Prozesse bieten, dabei Datenschutz respektieren und neue Standards für KI-gestützte Banken in Europa setzen.

KI-gestützte Bank: bunq startet GenAI-Plattform

KI-gestützte Bank im Alltag: Was Finn von bunq konkret leistet

Mit Finn hat bunq Ende 2023 als erste europäische Bank eine eigene GenAI-Plattform eingeführt – und setzt damit einen Maßstab, der sich inzwischen auch auf andere Bereiche wie Betrugserkennung und Deepfake-Abwehr ausgeweitet hat. Die KI-gestützte Bank ist damit kein Marketingbegriff mehr, sondern beschreibt eine konkrete Funktionsebene, die Nutzerinnen und Nutzer täglich in der App erleben.

Was steckt hinter Finn?

Finn ist bunqs eigene Technologie, die auf leistungsfähigen Large Language Models (LLMs) basiert. Die Plattform ersetzt die bisherige Suchfunktion in der App vollständig und ist für alle Nutzerinnen und Nutzer ohne Aufpreis verfügbar.

Konkret unterstützt Finn bei der Budgetplanung, beim Auffinden und Kategorisieren von Transaktionen sowie bei der Auswertung von Ausgabegewohnheiten. Wer also wissen möchte, wie viel er im vergangenen Jahr insgesamt bei Amazon ausgegeben hat, bekommt die Antwort auf direktem Weg – ohne manuelles Durchsuchen der Kontobewegungen.

Wie funktioniert Finn in der Praxis?

Die Bedienung ähnelt der von ChatGPT: Über ein Chat-Textfeld stellen Nutzerinnen und Nutzer Fragen in natürlicher Sprache. Finn beantwortet sowohl einfache Abfragen wie „Wie viel habe ich diesen Monat für Lebensmittel ausgegeben?" als auch kontextbezogene Anfragen, die über reine Finanzdaten hinausgehen. Beispiel: „Was war das indische Restaurant, das ich mit einem Freund in London besucht habe?" – Finn kombiniert dabei Transaktionsdaten, Standortinformationen und Kategorien, um eine verwertbare Antwort zu liefern.

In der Redaktion haben wir Finn-ähnliche Assistenten in anderen Banking-Apps getestet: Der entscheidende Unterschied bei bunq ist, dass die KI nicht nur vorformulierte Fragen beantwortet, sondern frei formulierte Anfragen versteht und auf den eigenen Kontoverlauf anwendet.

Welche weiteren KI-Funktionen setzt bunq ein?

Finn ist nicht die einzige KI-Anwendung im bunq-Ökosystem. Das Unternehmen nutzt KI-Modelle auch zum Training seiner Betrugserkennung sowie für Deepfake-Erkennungssysteme – ein Bereich, der angesichts zunehmender Identitätsbetrugsversuche an Relevanz gewinnt. Laut Joe Wilson, Chief Evangelist bei bunq, zielt der gesamte KI-Einsatz des Unternehmens darauf ab, Nutzerinnen und Nutzern zu helfen – nicht darauf, menschliche Stellen einzusparen.

Das ist ein Unterschied, der im Kontext der breiteren Bankbranche relevant ist: Viele traditionelle Institute setzen KI primär zur Kostensenkung ein, während bunq die Nutzererfahrung als primäres Ziel kommuniziert.

Wie steht es um Vertrauen und Regulierung bei KI im Banking?

Vertrauen ist in diesem Bereich keine Selbstverständlichkeit. Eine im März 2026 veröffentlichte Studie von bunq zeigt, dass 43 Prozent der britischen Erwachsenen ihre Bank als vertrauenswürdigste Quelle für Finanzberatung einstufen – und dennoch zu den skeptischsten Gruppen in Europa gegenüber KI im Banking gehören. Das deutet auf eine Lücke hin: Die Bereitschaft ist da, das Vertrauen in KI-Anwendungen speziell fehlt noch.

Regulatorisch bewegt sich bunq in einem klar definierten Rahmen: Die EU-KI-Verordnung (KI-VO 2024/1689) ist am 1. August 2024 in Kraft getreten und legt verbindliche Anforderungen für KI-Systeme im Finanzsektor fest. Die BaFin erläutert in ihrem Fachartikel zu KI in der Finanzindustrie, welche Anforderungen sich daraus für Banken und Versicherer ergeben – unter anderem hinsichtlich Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Schutz von Grundrechten.

Zahlen und Wachstum: Wo steht bunq heute?

bunq ist die zweitgrößte Neobank in Europa und hat nach eigenen Angaben inzwischen elf Millionen Nutzerinnen und Nutzer in der EU erreicht. Die Einlagen sind seit Juli 2023 um 55 Prozent auf über sieben Milliarden Euro gestiegen. Das Unternehmen führt dieses Wachstum unter anderem auf den frühen und konsequenten KI-Einsatz zurück.

Zum Vergleich: Im breiteren europäischen Bankensektor sorgte die Hoffnung auf KI-getriebene Effizienzgewinne 2025 für erhebliche Kursgewinne – Societe Generale legte laut Branchenbeobachtern um rund 140 Prozent zu, Commerzbank um rund 125 Prozent. bunq operiert zwar nicht als börsennotiertes Institut, profitiert aber vom selben Stimmungswandel gegenüber KI-affinen Finanzdienstleistern.

Neue Angebote rund um die KI-gestützte Bank

Parallel zur KI-Strategie hat bunq sein Produktangebot erweitert. Zwei Neuerungen sind für Privatnutzer und Selbstständige besonders relevant:

  • Kostenlose Kreditkarten: Aktivierung in rund fünf Minuten, sofort über Apple Pay oder Google Pay nutzbar – ohne Jahresgebühr.
  • Tap to Pay: Business-Nutzerinnen und -Nutzer können ihr iPhone über Apples Tap-to-Pay-Funktion als Zahlungsterminal einsetzen. Der Zugang ist für alle bunq-Nutzer kostenlos.

Beide Funktionen folgen der Logik, Bankdienstleistungen so niedrigschwellig wie möglich zugänglich zu machen – passend zur Positionierung als KI-gestützte Bank, die Banking in den Alltag integriert statt davon zu trennen.

Fazit

bunq hat mit Finn früh eine eigene GenAI-Plattform etabliert und diese seitdem um Betrugs- und Deepfake-Erkennung erweitert. Der Ansatz, KI konsequent auf Nutzererfahrung statt auf Kostensenkung auszurichten, hebt die Neobank von vielen traditionellen Instituten ab. Die EU-KI-Verordnung schafft ab 2024 einen verbindlichen Rahmen, den bunq mit seinem niederländischen Banklizenzmodell einhalten muss. Wer ein Konto sucht, das Finanzplanung per Sprachbefehl ermöglicht und gleichzeitig moderne Zahlungsfunktionen mitbringt, findet in bunq Stand 2025 eine der technisch weiterentwickeltsten Optionen auf dem europäischen Markt.

Die Einführung der GenAI-Plattform durch bunq markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Nutzung künstlicher Intelligenz im Bankwesen. Diese Innovation könnte den Weg für weitere technologische Entwicklungen in der Finanzbranche ebnen. Ein ähnliches Beispiel für technologische Innovationen im Finanzsektor ist der Wechsel zu Direktbanken, der zeigt, wie digitale Lösungen das Bankwesen verändern können.

Die GenAI-Plattform von bunq könnte auch zu einer effizienteren Kundenbetreuung führen, indem sie auf die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnittene Dienstleistungen bietet. Dies spiegelt sich in der Nutzung von KI-Tools zur Effizienzsteigerung wider, wie sie auf der Seite KI-Ranking beschrieben wird. Dort werden verschiedene KI-Anwendungen vorgestellt, die in verschiedenen Arbeitsbereichen zur Leistungssteigerung beitragen.

Ein weiterer interessanter Aspekt der KI-Integration in das Bankwesen ist die Möglichkeit, personalisierte Reisepläne zu erstellen, die auf den finanziellen Möglichkeiten und Vorlieben der Nutzer basieren. Die Plattform KI Reiseplanung bietet hierfür intelligente Lösungen, die zeigen, wie KI die Planung und Verwaltung von Reisen revolutionieren kann.

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