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Igel und Maulwurf – Bundesweite Meldeaktion zum Schutz

Die bundesweite Meldeaktion fragt, wie es Igel und Maulwurf in Deutschland geht. Der Beitrag erläutert, warum der Igel 2024 Tier des Jahres ist, welche Gefährdungen (Lebensraumverlust, Verkehr, Pestizide) bestehen und wie Beobachtungsmeldungen Schutzmaßnahmen gezielt ermöglichen.

Igel und Maulwurf: Meldeaktion zum Schutz der Tiere

Schnelle Antworten

Wie kann ich meinem Garten helfen, damit mehr Igel überleben?
Setzen Sie auf Igeltore mit mindestens 13 x 13 cm, damit der Garten vernetzt ist. Lassen Sie außerdem wilde Ecken wie Totholz, Laubhaufen oder Heckeninseln als Tages- und Winterquartier zu. Vermeiden Sie Pestizide und Schneckenkorn, und lassen Sie Mähroboter tagsüber fahren, damit nachts und in der Dämmerung Ruhe ist.
Welche kleinen Maßnahmen wirken besonders gut für Igel in Siedlungen?
Im Artikel werden mehrere alltagstaugliche Eingriffe genannt: Teiche mit Ausstiegshilfen sichern, Kellerschächte mit Gittern abdecken und die Beleuchtung gezielt dimmen beziehungsweise sensorbasiert steuern. Auch das Weglassen von Pestiziden und das Anlocken von Insekten durch offenen Kompost helfen als Nahrung und Verstecke. So können Sie Barrieren im Garten praktisch entschärfen.
Müssen Igel oder Menschen wegen BoDV-1 besonders vorsichtig sein?
BoDV-1 wurde 2025 in Bayern bei mehreren Igeln nachgewiesen und kann zu tödlichen Gehirnentzündungen führen. Laut Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts hat das Virus voraussichtlich keinen Einfluss auf die Igelpopulation, dennoch sind Übertragungen selten, aber möglich. Die Deutsche Wildtier Stiftung empfiehlt: Igel nicht anfassen, Futterschalen gründlich reinigen und Hygienemaßnahmen ernst nehmen, außerdem Kinder auf Abstand sensibilisieren.
Was sollte ich bei Maulwurfshügeln tun, wenn der Europäische Maulwurf geschützt ist?
Der Europäische Maulwurf ist streng geschützt, daher sind Fallen und Bekämpfung tabu. Stattdessen raten die Hinweise im Artikel dazu, bei Maulwurfshügeln eher zu ebnen statt zu bekämpfen. Da Maulwürfe auf intakte, belebte und pestizidarme Böden angewiesen sind, helfen außerdem Maßnahmen gegen unnötigen Bodendruck durch schwere Geräte.
Wie kann ich im Smart Garden Technik so einstellen, dass Igel weniger gestört werden?
Sie können Außenlicht und Gartenpflege zeitlich so steuern, dass Igel nachts Ruhe haben. Im Artikel wird empfohlen, das Außenlicht über einen Bewegungssensor zeitlich zu begrenzen und Mähroboter per Zeitprofil an Tageslicht zu koppeln, sodass sie nachts pausieren. Kameras mit Tier-Detektion sollten so konfiguriert werden, dass sie nicht dauerhaft auslösen.
Wie melde ich richtige Sichtungen bei „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“?
Melden Sie Sichtungen mit Ort, Datum, Tageszeit und der Anzahl der Tiere beziehungsweise Maulwurfshügel. Wenn möglich, senden Sie auch ein Foto, weil das die Datenqualität erhöht. Für ein belastbares Monitoring helfen außerdem standardisierte Angaben zu Habitat (Garten, Park, Straße), Besonderheiten wie Barrieren sowie der Aktivitätszeit (Tag/Dämmerung/Nacht).
Wie oft findet die Meldeaktion statt und wann kann ich mitmachen?
Die Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ wird zweimal jährlich fortgeführt. Im Artikel wird zudem genannt, dass die letzte bundesweite Phase vom 20. bis 30. September lief. Damit können Sie sich auf wiederkehrende Meldephasen einstellen und Ihren Garten als Trittsteinbiotop für beide Arten nutzen.

Deutschland, wie geht es Igel und Maulwurf?

Igel und Maulwurf stehen 2025 stärker im Fokus von Forschung und Artenschutz. Die bundesweite Meldeaktion liefert frische Daten zu Vorkommen und Trends – und zeigt, wo Privatgärten mit kleinen Maßnahmen viel bewirken können.

Eine Meldeaktion für den Artenschutz

Vom 20. bis 30. September lief erneut die bundesweite Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“. Naturfreunde aus allen Bundesländern meldeten Sichtungen beider Arten: Rund 18.600 Igel und knapp 1.600 Maulwürfe beziehungsweise Maulwurfshügel wurden erfasst. Über 8.200 Personen übermittelten Igelsichtungen, knapp 800 meldeten Maulwürfe. Das Projekt – getragen u. a. von der Deutschen Wildtier Stiftung, NABU|naturgucker, dem Leibniz-IZW, der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e. V., dem NABU-Bundesverband und dem LBV – fand bereits zum dritten Mal statt und soll ein langfristiges, zweimal jährlich stattfindendes Monitoring etablieren.

Ziel ist ein belastbares Bild der Verbreitung, um gezielt Schutzmaßnahmen für beide Arten zu entwickeln. Aus Redaktionssicht ist der Ansatz sinnvoll: Kontinuierliche, breit gestreute Meldedaten helfen, lokale Veränderungen früh zu erkennen – auch in Siedlungsräumen, wo viele klassische Monitoringprogramme Lücken haben.

Warum steht der Igel auf der Roten Liste?

Der in Deutschland heimische Braunbrustigel gilt europaweit als „potenziell gefährdet“ (IUCN) und steht hierzulande auf der Vorwarnliste. Haupttreiber sind Lebensraumverlust, Barrieren in Siedlungen und der Rückgang von Insekten als Nahrung.

Stand 2025 lebt der Igel vermehrt in Siedlungsbereichen – doch dort fehlen zunehmend Hecken, wilde Ecken und durchlässige Grundstücksgrenzen. Versiegelte Flächen, dichte Zäune ohne Bodenspalt und Mauern ohne Durchgänge zerschneiden sein Streifgebiet. Aufgeräumte, pestizidbehandelte Gärten bieten wenig Nahrung und kaum Verstecke. Die Meldeaktion hilft, solche Problemzonen sichtbar zu machen und Gegenmaßnahmen zu priorisieren.

Igel und Maulwurf: Zwei heimische Insektenfresser im Vergleich

Igel nutzen strukturreiche Gärten, Parks und Grünzüge, Maulwürfe leben fast ausschließlich unterirdisch. Beide fressen wirbellose Tiere und stabilisieren so das ökologische Gleichgewicht. Der Maulwurf gilt als anpassungsfähig und ist weniger gefährdet, benötigt aber intakte, belebte Böden. Die Meldeergebnisse zeigen: Vorkommen und Dichte unterscheiden sich regional – und hängen stark von der Qualität urbaner und suburbaner Lebensräume ab.

Wie können Sie Igeln helfen?

Schaffen Sie in Ihrem Garten dichte Strukturen, Durchgänge und nachtfreundliches Management. Kleine Eingriffe bringen oft den größten Effekt – ohne viel Aufwand oder Budget.

In der Praxis hat sich bewährt:

  • Igeltore in Zäune sägen (mind. 13 x 13 cm), um Gärten zu vernetzen.
  • Wilde Ecken zulassen: Totholz, Laubhaufen, Heckeninseln als Tages- und Winterquartier.
  • Pestizide und Schneckenkorn weglassen; Kompost offen führen, um Insekten anzulocken.
  • Mähroboter strikt tagsüber fahren lassen; nachts und in der Dämmerung pausieren lassen.
  • Teiche mit Ausstiegshilfen sichern; Kellerschächte mit Gittern abdecken.
  • Beleuchtung gezielt dimmen und sensorbasiert steuern, um nächtliche Aktivität nicht zu stören.

Aus Redaktionssicht lohnt sich für Smart-Home-Nutzer eine einfache Automatisierung: Außenlicht via Bewegungssensor zeitlich begrenzen, Mähroboter per Zeitprofil an Tageslicht koppeln und Kameras mit „Tier-Detektion“ so konfigurieren, dass sie nicht permanent auslösen. So verbinden Sie Komfort mit Artenschutz.

Ist das Bornavirus für Igel und Menschen gefährlich?

BoDV‑1 wurde jüngst in Bayern bei mehreren Igeln nachgewiesen und kann zu tödlichen Gehirnentzündungen führen. Nach Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts hat das Virus aber voraussichtlich keinen Einfluss auf die Igelpopulation.

Das Virus kommt vor allem in östlichen und südlichen Teilen Deutschlands sowie Teilen der Schweiz, Österreichs und Liechtensteins vor. Bisher gilt die Feldspitzmaus als Hauptreservoir. Übertragungen auf andere Arten und den Menschen sind selten, können aber schwer verlaufen. Die Deutsche Wildtier Stiftung empfiehlt: Igel nicht anfassen, Futterschalen gründlich reinigen und Hygienemaßnahmen ernst nehmen. Die Forschung prüft derzeit, ob und wie Igel das Virus ausscheiden und übertragen können. Für Haushalte heißt das pragmatisch: Futterplätze sauber halten, Handschuhe nutzen, Kinder auf Abstand sensibilisieren.

Der Maulwurf: Ein unterschätzter Buddler

Maulwürfe lockern mit ihren Gangsystemen Böden auf, verbessern die Durchlüftung und fördern Bodenleben – ein Plus für Rasen und Beete. Die Meldedaten zeigen eine weite Verbreitung, doch die Tiere sind auf belebte, pestizidarme Böden angewiesen. Im Smart Garden gilt: Bodendruck durch schwere Geräte minimieren, Bewässerung so steuern, dass der Oberboden nicht vernässt, und bei Maulwurfshügeln besser ebnen statt bekämpfen. Der Europäische Maulwurf ist zudem streng geschützt; Fallen und Bekämpfung sind tabu.

Wie geht es mit der Meldeaktion weiter – und wie melden Sie richtig?

Die Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ wird zweimal jährlich fortgeführt. Melden Sie Sichtungen mit Ort, Datum, Tageszeit, Zahl der Tiere/Hügel und, wenn möglich, einem Foto – das erhöht die Datenqualität.

Für ein belastbares Monitoring helfen standardisierte Angaben: Habitat (Garten, Park, Straße), Besonderheiten (z. B. Barriere im Zaun), Aktivitätszeit (Tag/Dämmerung/Nacht) und eventuelle Gefahrenstellen. Aus Redaktionssicht sind wiederkehrende Meldungen derselben Fläche besonders wertvoll, weil sie Trends über die Saison abbilden.

Winterschlaf und Winterruhe

Während sich Maulwürfe mit einsetzendem Frost tiefer in ihre Gangsysteme zurückziehen, hält der Igel Winterschlaf – bevorzugt in gut isolierten, trockenen Laubnestern. Sie können unterstützen, indem Sie Laubhaufen bis ins Frühjahr liegen lassen, Reisig nicht im Winter entsorgen und potenzielle Winterquartiere (z. B. unter Holzstapeln) ungestört lassen. Im Frühling werden beide Arten wieder aktiver – die nächste Meldephase startet, und Ihr Garten kann als Trittsteinbiotop dienen.

Fazit

Igel und Maulwurf profitieren von vernetzten, strukturreichen Siedlungsräumen – und genau dort liegen heute ihre größten Hürden. Die Meldeaktion liefert 2025 belastbare Daten: rund 18.600 Igel- und 1.600 Maulwurf-Meldungen zeigen Engagement und Handlungsbedarf. Mit wenigen, alltagstauglichen Maßnahmen – Igeltore, wilde Ecken, pestizidfrei gärtnern, Mähroboter nur am Tag – steigern Sie die Chancen der Tiere messbar. Smarte Gartensteuerung kann Artenschutz und Komfort verbinden. Wenn viele mitmachen, wird der eigene Garten zum Baustein eines deutschlandweiten Rettungsnetzes.

Die heimischen Igel und Maulwürfe stehen vor großen Herausforderungen. Lebensraumverlust und Umweltveränderungen machen es diesen Tieren schwer, zu überleben. Eine bundesweite Meldeaktion soll helfen, die Situation besser zu verstehen und Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Dabei ist es wichtig, dass auch Sie aktiv werden und Ihren Garten oder Balkon tierfreundlich gestalten. Denn jeder Beitrag zählt, um den Lebensraum dieser Tiere zu sichern.

Eine Möglichkeit, Ihren Außenbereich nachhaltig zu nutzen, ist ein Balkonkraftwerk in Lindau (Bodensee). Mit einer solchen Anlage erzeugen Sie grünen Strom und leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz. Das kommt nicht nur der Natur zugute, sondern schafft auch Lebensräume für Tiere wie Igel und Maulwürfe, die von einer naturnahen Umgebung profitieren.

Auch die Nutzung von Solarenergie kann helfen, die Umwelt zu schonen. Mit einer Anlage wie der in Solar in Hilter am Teutoburger Wald können Sie Ihren CO₂-Fußabdruck reduzieren. Weniger Emissionen bedeuten eine bessere Luftqualität und gesündere Böden, was wiederum den Lebensraum unserer heimischen Tiere verbessert.

Wenn Sie sich zudem für nachhaltige Traditionen interessieren, könnte ein Weihnachtsbaum in der Nähe eine gute Wahl sein. Lokale Anbieter achten oft auf umweltfreundliche Anbaumethoden. Das schützt nicht nur die Natur, sondern auch die Tiere, die in diesen Wäldern leben, wie Igel und Maulwürfe.

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