Smart Wohnen

Heiz-O-Meter: Warum Energiesparen seltener zum Vorsatz wird

Das Heiz-O-Meter zeigt: Zum Jahreswechsel planen weniger Deutsche Energiesparen – trotzdem wird wieder mehr geheizt. Der Artikel erklĂ€rt Ursachen, nennt Zahlen und gibt praxisnahe Tipps, wie Sie Heizkosten senken und nachhaltig Energie sparen können.

Angebot oeffnen
Heiz-O-Meter: Warum Energiesparen seltener zum Vorsatz wird

Das Heiz-O-Meter zeigt: Deutschland heizt wieder mehr – und das hat seinen Preis

Was sich im Winter 2022/23 noch wie ein gesellschaftlicher Wendepunkt anfĂŒhlte, ist weitgehend verpufft. Damals fassen 43 Prozent der Deutschen den Vorsatz, im neuen Jahr weniger Energie zu verbrauchen. FĂŒr 2025 sind es laut einer reprĂ€sentativen YouGov-Umfrage im Auftrag von ista nur noch 32 Prozent – also rund ein Viertel weniger als auf dem Höhepunkt der Energiekrise. Parallel dazu zeigt das ista Heiz-O-Meter, dass der Heizverbrauch in Deutschland messbar gestiegen ist.

Was messen das Heiz-O-Meter eigentlich – und was sagt es aus?

Das Heiz-O-Meter ist ein Monitoring-Instrument von ista, das auf dem anonymisierten Verbrauchsverhalten von rund 350.000 Haushalten bundesweit basiert. Es liefert monatlich aktualisierte, witterungsbereinigte Vergleichswerte zum Heizenergieverbrauch in Deutschland.

Die aktuellen Zahlen sind deutlich: Von September bis November lag der Heizverbrauch witterungsbereinigt um zwölf Prozent ĂŒber dem Vorjahreszeitraum. Der Verbrauch bewegt sich damit wieder auf dem Niveau von vor der Energiekrise. Auf der Heiz-O-Meter-Website finden Sie die Daten nach EnergietrĂ€gern aufgeschlĂŒsselt sowie Übersichten fĂŒr alle BundeslĂ€nder und die 20 grĂ¶ĂŸten deutschen StĂ€dte – ein nĂŒtzliches Werkzeug, um das eigene Heizverhalten einzuordnen.

Was kostet das verÀnderte Heizverhalten konkret?

FĂŒr viele Haushalte kann die RĂŒckkehr zu alten Heizgewohnheiten teuer werden. ista-CEO Hagen Lessing bringt es auf den Punkt: „Im Vergleich zum Vorjahr wird wieder deutlich mehr geheizt bei einem gleichzeitig immer noch deutlich erhöhten Preisniveau fĂŒr Erdgas und Heizöl. Hier lauert eine richtig große Kostenfalle."

In einer Musterrechnung prognostiziert ista folgende Kostensteigerungen gegenĂŒber dem Vorjahresdurchschnitt:

  • Erdgas: Brennstoffkosten steigen um rund 61 Prozent – fĂŒr eine 70-Quadratmeter-Wohnung bedeutet das Mehrkosten von etwa 460 Euro, ein Kostenanstieg von 71 Prozent.
  • Heizöl: Kostenanstieg von rund 34 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahres­durchschnitt.

Wer nach der Energiekrise die Gewohnheiten des sparsamen Heizens wieder abgelegt hat, wird das spĂ€testens bei der nĂ€chsten Nebenkostenabrechnung merken. Aus Redaktionssicht ist das einer der unterschĂ€tztesten Kostentreiber im Haushalt – weil er sich schleichend aufbaut.

Welche Sparmaßnahmen planen die Deutschen fĂŒr 2025?

Trotz sinkender Bereitschaft zum generellen Energiesparen nennen viele Befragte konkrete Maßnahmen. Die beliebtesten laut YouGov-Umfrage im Überblick:

  • 58 Prozent wollen in allen RĂ€umen weniger heizen.
  • 56 Prozent möchten die Heizung absenken, wenn sie den Raum verlassen.
  • 52 Prozent planen, ElektrogerĂ€te vollstĂ€ndig abzuschalten statt im Stand-by zu lassen.
  • 45 Prozent wollen Waschprogramme mit niedrigerer Temperatur wĂ€hlen.
  • 26 Prozent möchten einen Sparduschkopf nutzen.
  • 13 Prozent planen die Installation smarter Thermostate.

Die „kalte Dusche" als Sparmaßnahme bleibt mit neun Prozent eine Randerscheinung – was wenig ĂŒberrascht, wenn es komfortablere Alternativen gibt.

Smarte Thermostate: Lohnt sich der Umstieg?

Nur 13 Prozent der Befragten planen, smarte Thermostate zu installieren. Das ist aus Redaktionssicht zu wenig – denn gerade bei diesem Thema zeigt sich in der Praxis, wie wirksam Automatisierung sein kann. GerĂ€te wie der Tado° Smart Thermostat oder das Eve Thermo regeln die Temperatur raumgenau und zeitgesteuert, ohne dass man aktiv daran denken muss.

Der Effekt, den ista-CEO Lessing beschreibt – ein Grad weniger Raumtemperatur spart bereits sechs Prozent Heizkosten – lĂ€sst sich mit smarten Thermostaten dauerhaft und ohne Komfortverlust realisieren. Wer mehrere RĂ€ume damit ausstattet, kommt realistisch auf Einsparungen von zehn bis 15 Prozent, je nach bisherigem Heizverhalten und GebĂ€udedĂ€mmung.

Was treibt die Menschen zum Energiesparen an – und was nicht?

Die Hauptmotivation bleibt klar der Geldbeutel: 63 Prozent der Befragten nennen den Kostenaspekt als wichtigsten Grund. Bemerkenswert ist jedoch ein gegenlĂ€ufiger Trend: Der Anteil derer, die aus Umwelt- und KlimaschutzgrĂŒnden sparen wollen, ist von elf auf 19 Prozent gestiegen. Das ist zwar immer noch eine Minderheit, zeigt aber, dass das Thema Nachhaltigkeit zunehmend als Eigenantrieb wahrgenommen wird – und nicht mehr nur als staatliche Vorschrift.

Einen interessanten Vergleichswert liefert eine Techem-Umfrage vom Januar 2026: Demnach haben sich 65 Prozent der Mietenden vorgenommen, ihren Energieverbrauch im neuen Jahr zu senken – ein deutlich höherer Wert als in den ista-Daten fĂŒr 2025. 68 Prozent gaben zudem an, eine App nutzen zu wollen, um Heizkosten zu sparen. Das deutet darauf hin, dass digitale Transparenz ein wachsender Hebel ist.

Fazit

Das ista Heiz-O-Meter macht sichtbar, was viele ahnen: Deutschland heizt wieder so viel wie vor der Energiekrise – obwohl die Preise fĂŒr Erdgas und Heizöl im historischen Vergleich weiterhin erhöht sind. Wer jetzt nicht gegensteuert, zahlt das spĂ€testens bei der Nebenkostenabrechnung. Die Maßnahmen, die wirken, sind bekannt und mehrheitlich auch umsetzbar: Raumtemperatur senken, Heizung nach Anwesenheit regeln, smarte Thermostate einsetzen. Der Aufwand ist gering, der Effekt messbar. Dass nur jeder dritte Deutsche Energiesparen ĂŒberhaupt als Vorsatz fĂŒr 2025 nennt, ist angesichts dieser Zahlen schwer zu erklĂ€ren – und ein Hinweis darauf, dass das Thema in der öffentlichen Kommunikation wieder stĂ€rker prĂ€sent sein mĂŒsste.

Obwohl das Bewusstsein fĂŒr Nachhaltigkeit steigt, bleibt das Energiesparen bei NeujahrsvorsĂ€tzen oft außen vor. Stattdessen wird in vielen Haushalten wieder mehr geheizt, was den Energieverbrauch in die Höhe treibt. Eine interessante Alternative bietet das smart tanken, das nicht nur beim Autofahren, sondern auch im Umgang mit Energie zu Hause helfen kann, effizienter zu sein.

Dieses Verhalten zeigt, dass viele Menschen zwar umweltbewusster handeln möchten, es jedoch oft an praktischen Lösungen fehlt. Eine Möglichkeit, im Alltag Energie zu sparen, ist die Nutzung moderner Technologien. Hierzu gehört auch die innovative Wallbox KeContact P40, die eine effiziente und umweltfreundliche Lösung fĂŒr das Laden von Elektrofahrzeugen bietet.

ZusĂ€tzlich zu technischen Lösungen können Verbraucher auch durch einfache VerhaltensĂ€nderungen viel bewirken. Dazu gehört das bewusste Heizen und LĂŒften wĂ€hrend der kalten Monate. Tipps und Tricks, wie Sie Ihr Zuhause effizient heizen können, ohne dabei den Energieverbrauch unnötig zu erhöhen, finden Sie auf unserer Seite ĂŒber Eiskratzen Tipps. Diese kleinen Anpassungen können einen großen Unterschied in Ihrem Energieverbrauch und somit auch in Ihrer Energiekostenabrechnung machen.

Einmal die Woche das, was wirklich neu ist.

Keine Pressemitteilungen, keine Rabatt-Schleudern. Eine knappe Übersicht der Tests, HintergrĂŒnde und Werkzeuge, die wir selbst in der Redaktion nutzen.