Digitalradio im Kabelnetz: Vodafone schlieĂt die analoge Ăra ab
Die analoge RadioĂŒbertragung im Kabelnetz ist Geschichte â zumindest im Vodafone-Netz. In Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-WĂŒrttemberg erfolgte die technische Abschaltung gestaffelt vom 9. bis 11. Januar 2024, die endgĂŒltige Einstellung zum 31. Januar 2024. Damit ĂŒbertrĂ€gt Vodafone bundesweit kein analoges Kabelradio mehr. In allen anderen BundeslĂ€ndern war der analoge Empfang bereits seit 2018 abgeschaltet. Was das konkret fĂŒr Hörerinnen und Hörer bedeutet â und welche Empfangsalternativen sinnvoll sind â lesen Sie hier.
Wie lief die Umstellung auf Digitalradio im Kabelnetz ab?
Die Abschaltung erfolgte in drei Schritten: Hessen am 9. Januar, Nordrhein-Westfalen am 10. Januar, Baden-WĂŒrttemberg am 11. Januar 2024 â mit endgĂŒltiger Abschaltung zum 31. Januar. Vodafone hatte alle Kabelkunden in den Monaten zuvor schriftlich informiert. Ab dem 9. Januar ersetzte auf den betroffenen Analogfrequenzen eine Bandansage das Sendesignal â mit Hinweisen zum Wechsel auf den digitalen Empfang.
Hintergrund der MaĂnahme ist die Frequenzknappheit im Kabelnetz. Das analoge Radiosignal belegte einen erheblichen Teil des Frequenzspektrums â ausgerechnet in dem Bereich, der fĂŒr den Upstream relevant ist. Durch die Freigabe dieser KapazitĂ€ten kann Vodafone seinen Kunden perspektivisch höhere Upload-Geschwindigkeiten anbieten. Marc Albers, Bereichsleiter Breitband und Entertainment bei Vodafone, formulierte es so: âDurch deren Wegfall setzen wir KapazitĂ€ten frei, mit denen wir die Internet-Versorgung verbessern werden."
Wichtige Termine im Ăberblick
- 9. Januar 2024: Technische Abschaltung in Hessen, Bandansage auf Analogfrequenzen
- 10. Januar 2024: Abschaltung in Nordrhein-Westfalen
- 11. Januar 2024: Abschaltung in Baden-WĂŒrttemberg
- 31. Januar 2024: EndgĂŒltige Abschaltung in allen drei BundeslĂ€ndern
- Seit 2018: Analoge Kabelradio-Abschaltung bereits in allen ĂŒbrigen BundeslĂ€ndern vollzogen
Was benötigen Sie fĂŒr den Empfang von Digitalradio ĂŒber Kabel?
FĂŒr Digitalradio im Kabelnetz genĂŒgt ein EmpfangsgerĂ€t mit DVB-C-Tuner â entweder ein separater Digitalreceiver aus dem Fachhandel oder ein moderner Fernseher, der DVB-C bereits integriert hat. Alle rund 350 Radiosender stehen weiterhin ĂŒber das Vodafone-Kabelnetz zur VerfĂŒgung, nur eben digital statt analog.
Wer seinen Fernseher als EmpfangsgerĂ€t nutzt, sollte ihn fĂŒr angenehmen Radioklang an ein Soundsystem anschlieĂen â die eingebauten TV-Lautsprecher reichen fĂŒr lĂ€ngeres Hören selten aus. In der Praxis hat sich gezeigt, dass eine einfache Soundbar hier schon deutlich mehr Hörerlebnis bringt, ohne dass man eine vollstĂ€ndige HiFi-Anlage braucht.
Alternativen zum digitalen Kabelempfang
Wer keinen neuen Receiver anschaffen möchte, hat zwei weitere Optionen. Erstens: Eine Wurf- oder Zimmerantenne statt des Antennenkabels nutzen und damit UKW-Radio empfangen. Der Nachteil: Ăber UKW sind regional meist deutlich weniger Sender verfĂŒgbar als die rund 350 Programme im Kabelnetz.
Zweitens empfiehlt das Digitalradio BĂŒro Deutschland den Wechsel zu DAB+ als Alternative zum Kabelempfang. DAB+ funktioniert ohne Internetzugang, bietet störungsfreien Empfang und lĂ€sst sich per Adapter auch in bestehende Stereoanlagen integrieren. Gerade Ă€ltere GerĂ€te lassen sich so ohne Neuanschaffung nachrĂŒsten.
Digitaler Radioempfang: Wie verbreitet ist er inzwischen?
Rund 47 Millionen Menschen in Deutschland haben Zugang zu einer digitalen Radioempfangsmöglichkeit oder nutzen Webradio. Die Netto-Digitalisierungsquote des Hörfunks liegt damit bei 67 Prozent. Etwa acht Millionen Menschen empfangen Radio ĂŒber Kabel oder Satellit â ein Kanal, der jedoch an Bedeutung verliert. Analoge Kabelnutzung spielte zuletzt kaum noch eine Rolle: Nur noch rund 2 Prozent der Deutschen nutzten Kabelradio auf dem analogen Weg.
Der Trend ist eindeutig: UKW, analoges Kabel und Satellit verlieren Nutzer, wÀhrend internetbasiertes Radio und DAB+ zulegen. Die Abschaltung des analogen Kabelradios durch Vodafone ist damit weniger ein Einschnitt als ein formaler Abschluss eines lÀngst laufenden Wandels.
Fazit
Mit der Abschaltung des analogen Kabelradios zum 31. Januar 2024 hat Vodafone die Digitalisierung seines Netzes bundesweit abgeschlossen. FĂŒr Kabelkunden in Hessen, NRW und Baden-WĂŒrttemberg Ă€ndert sich der Empfang nur dann spĂŒrbar, wenn sie bislang noch kein digitales GerĂ€t nutzen. Ein Fernseher mit DVB-C-Tuner oder ein einfacher Digitalreceiver reicht aus, um alle rund 350 Sender weiterhin zu empfangen. Wer die Umstellung als Anlass nehmen möchte, sein Empfangssetup zu ĂŒberdenken, findet in DAB+ eine attraktive, kostenfreie Alternative ohne InternetabhĂ€ngigkeit. Der gewonnene Frequenzbereich kommt letztlich allen Vodafone-Kunden zugute â in Form höherer Upload-Geschwindigkeiten.
Die Umstellung des Kabelnetzes auf ein vollstĂ€ndig digitales Angebot verĂ€ndert, wie wir Radio hören. Diese Entwicklung beeinflusst nicht nur die VerfĂŒgbarkeit von Sendern, sondern auch die QualitĂ€t des Empfangs. Es ist ein Schritt hin zu moderneren Ăbertragungsformen, die auch die Nutzung von Smart Devices und vernetzten Systemen im Haushalt fördern.
Im Zuge dieser Digitalisierung spielt auch die Infrastruktur eine wesentliche Rolle. Ein interessanter Aspekt hierbei ist die Forderung nach einem stĂ€rkeren Stromnetz, um die wachsenden Anforderungen der digitalen Welt zu unterstĂŒtzen. Lesen Sie mehr darĂŒber, wie Aral forder starkes Stromnetz und welche MaĂnahmen vorgeschlagen werden, um die Ladeinfrastruktur fĂŒr elektronische GerĂ€te zu verbessern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Digitalisierung ist die Sicherheit. Mit zunehmender Vernetzung steigt auch das Risiko von Cyberangriffen. Daher ist es wichtig, sich ĂŒber Möglichkeiten zum Schutz Ihrer digitalen IdentitĂ€t und GerĂ€te zu informieren. Ein nĂŒtzlicher Leitfaden hierzu bietet das Sicherheitspaket von F-Secure, das speziell darauf ausgelegt ist, Ihre digitalen Informationen sicher zu halten.
Nicht zuletzt hat die Digitalisierung auch Einfluss auf den Energieverbrauch und die Umwelt. Innovative Technologien wie der Wasserstoffmotor könnten eine SchlĂŒsselrolle in der zukĂŒnftigen Energieversorgung spielen und dabei helfen, die Umweltbelastung zu reduzieren.
